Gaan wollte mir Sonntagabend noch etwas besonderes zeigen. Ich hatte schon mal von der Alcazar Kabarettshow gehört, bin aber nie dazu gekommen mir es anzusehen. Vor dem Alcazar, das in sich gegenüber der Soi 5 an der Second Road (Sai Song) befindet, stehen lauter Busse mit Reisegruppen. Vorwiegend japanischer Herkunft. Der Preis für die Show ist nicht gerade billig: 350 Baht für Thais und 600 Baht für Nicht-Thais. Man bekommt dafür aber auch etwas geboten. Gaan bestand wieder einmal darauf zu bezahlen. Ich hatte da keine Chance, sie wollte mir die Show zeigen und ich bin deshalb eingeladen.
Leider hatte ich meine Nikon nicht dabei. In solchen Situation bin ich immer sehr froh um mein Sony Ericsson.

Es ist schon ein wenig unglaublich, dass diese Frauen einst Männer waren. Bei einigen dachte ich mir das ist wohl die schönste Frau die ich jemals gesehen habe. In Thailand muss es sehr gute plastische Chirurgen geben.

Die Show war choreographisch gut, Bühnenbild und Kostüme wie man sehen kann auch professionell.
Morgens bin ich also schon früh aufgestanden. Da hat man noch seiner Ruhe und vor allem scheint die Sonne noch nicht so stark. Im Hinterland in Nongprue gibt es einige Fischteiche an denen man angeln kann. Dort gibt es auch kleine Bambushütten mit Stühlen und Tisch und man kann es sich gemütlich machen. Eine andere Möglichkeit sind die zwei Reservoire, die Pattaya mit Süßwasser versorgen. Dort kann man auch wunderbar schwimmen gehen, denn die Qualität des Wassers ist sehr gut (allerdings keine Trinkwasserqualität).
Ich wollte heute jedoch an keinen dieser Orte sondern ans Meer. In Banglamung/Nakula zieht sich das Meer bei Ebbe gut 100 Meter zurück. Es gibt aber ein Pier das soweit hinausreicht (auf der Höhe Soi 15 Nakula Rd. Richtung Meer). Mit dem Motorbike kann man über einen 2 Meter breiten Steg hinausfahren, ein etwas merkwürdiges Gefühl, denn ein Schutzgeländer gibt es nicht. Die letzten 20 Meter des Stegs sind aus Holz und nur zu Fuss zu betreten. Dort sind auch früh morgens einige Thais und versuchen ihr Glück mit den Fischen.
Auch wenn die Sonne morgens noch nicht so hoch steht, muss ich mich wegen meines Hauttyps einpacken wie es viele der Thais machen. Ich trage einen schwarzen Windbreaker, damit mich die Sonne so wenig wie möglich erwischt. Natürlich ist das Baseball-Cap auch Pflicht und darüber noch eine Kapuze. So eingepackt schaut mich keiner der Thais blöd an, den die meisten schützen sich genauso.

Vom Pier aus sieht man auch das Sanctuary of truth in Naklua
Mein erster Wurf war leider nichts. Da ich keinen Schwimmer habe muss ich extrem aufpassen nicht irgendein Netz oder Seil zu erwischen. Ich erwischte ein Netz. Als mussten wir die Schnur durchschneiden und auf die andere Seite des Piers gehen. Dafür war dann mein zweiter Versuch umso schöner und auch weiter.

Wie man sehen kann war ich nicht der einzige mit Kapuze
Unseren Köder, frischer Schrimps vom Markt, mochten die Fische sehr gern. Leider erwischte es aber keinen und sie schafften es immer wieder den Schrimps wegzuschnappen. Nach gut zwanzig Versuchen schaffte ich es endlich einen kleinen Fisch (ca. 20cm) an den Haken zu bekommen. Wir schenkten ihn einem Thai neben uns, denn die anderen hatten nicht mehr Glück als wir, einen großen Fisch hat in der Zeit als wir dort waren sowieso keiner rausgeholt.

Das Boot ist bei Ebbe einige Meter unter dem Pier