Archive for August, 2007
Siamesische Kampffische

Für Freitag Abend stand der große und langerwartete Kampf zwischen Woltan und Stalin an. Markus weigerte sich an diesen barbarischen Grausamkeiten teilzunehmen und entschuldigte sich mit der Begründung krank zu sein. Wir nahmen seine Meinung darüber zur Kenntniss und jeder wettete 100 Baht auf seinen Favoriten. Meinen betta splendens hatte ich schon seit zwei Wochen, leider sah er schon nicht mehr so gut aus. Der Fisch von Jochen hingegen, Woltan der Kriegsgott, war noch sehr motiviert und attakierte meinen gleich zu Beginn. Gaan, meine “Freundin”, sagte mir in Thailand würde man nicht mit 100 Baht wetten. – Wieviel denn dann, etwa nur 20? – Nein, meistens nicht weniger als 10.000 Baht oft noch viel mehr. Der Kampf war aber ein wenig langweilig, denn bis auf ein paar Attacken passierte nicht so viel. Nach zwei Stunden entschieden wir uns die Fische im Aquarium zu lassen und in die Stadt zu fahren.

 in Siamesische Kampffische
Mein betta splendens, Stalin – R.I.P.

Die Jungs begaben sich auf den Weg ein Taxi zu finden. Das ist nicht immer leicht, besonders zu dieser Uhrzeit an der Sukhumvit in Banglamung muss man manchmal länger warten. Gaan und ich fuhren mit dem Motorbike, später wollten wir uns in der Walking Street treffen. Fast am Ziel angekommen kam wieder mal ein kleiner Tropensturm vom Meer her. Manchmal kann man es richtig fühlen dass gleich ein Wetter kommt und hat noch ein paar Minuten Zeit sich einen Unterschlupf zu suchen. Diesmal hatten wir dafür nichtmal eine Minute Zeit. Also sind wir gleich an den Strassenrand unter ein Vordach. Zufällig kamen auch Jojo, Franz und Rainer, die deutschen Langzeit-Expats. Dem Rainer ging es aber nicht mehr so gut, die anderen dafür noch komplett nüchtern kümmerten sich um ihn.

Nach zehn Minuten war der Regen fast vorbei und wir setzten uns wieder auf das Motorbike, immer noch mit Ziel Walking Street. Ein bisschen Bedenken hatte ich schon wegen Gaan. Die Jungs wollten in einen A-Gogo gehen. Nur leider ist Gaan nicht gerade eine Frau der soetwas gefällt. Als wir die anderen trafen und in dem Etablissement Platz nahmen war Gaan schon ziemlich schockiert. Fragen über Fragen. Warum können die das tun? Warum haben die nichts an usw. Ich beschloß mit Gaan zu gehen, was wirklich besser war. Nicht weit von hier gibt es das “Lucifer”, eine Discothek mit hauptsächlich HipHop. Das Publikum besteht Großteils aus Schwarzen, Thais, Japanern, Farrangs aber auch Inder und Araber (die Außenseiter) verirren sich dorthin. Der Laden ist aber auf jeden Fall immer voll wenn ich dort bin. Mit Gaan auszugehen ist leider nicht einfach. Das hier war schon eher in Ordnung, aber sie geht sonst nie aus. Deshalb ist alles ein wenig ungewohnt für sie.

 in Siamesische Kampffische
Live-HipHop im Lucifer in der Walking Street

Nach einer guten Stunde kamen auch die anderen Jungs. Wir sahen uns noch ein wenig die Live-Band an und gingen etwas später noch an eine der Bars vor dem Lucifer. Jochen war dann bald ein wenig müde, genauso wie Gaan, so habe auch ich mich für den Heimweg entschlossen und wir machten uns auf den Weg zu meinem Motorbike. In der Walking Street sah ich dann noch ein echtes Schmuckstück. Einen original 1967er Shelby GT500. Das Auto war unter anderem in dem Film Gone in 60 seconds zu sehen. Über 350 PS und in absolutem Topzustand. Für dieses Auto würde ich sonst was tun…

 in Siamesische Kampffische

 in Siamesische Kampffische
Nicht nur schöne Autos, natürlich auch schöne Ladys (nicht Gaan, die stand neben mir mit bösem Blick Icon Smile in Siamesische Kampffische )…

Mit einer kurzen Bierpause in der Soi 2 sind wir gegen halb drei Uhr morgens nach Hause gekommen, zu tritt am Motorbike mit 20 km/h im Schnitt. Jochen haben wir beim Appartment abgeladen, Gaan und ich fuhren zu ihr nach Hause. Ich bin wirklich froh am Wochenende aus meinem Appartment raus in einem schönen Haus und wunderbar weichen Bett schlafen zu können.

Nach 2 Monaten in Thailand…

…möchte ich nun endlich mal etwas auf meiner Website schreiben. Dafür habe ich nun endlich einmal einen Wordpress-Blog eingerichtet. Leider habe ich immer viel zu wenig Zeit um mich um meine Website zu kümmern und etwas zu schreiben. Unter der Woche bin ich jeden Tag 12 Stunden für die Firma da, Fahrzeit und Mittagspause miteingerechnet. Am Wochenende habe ich deswegen selten Lust mich noch vor den Computer zu setzen, Erholung ist dann angesagt.

Was mache ich also an meinen freien Tagen? Relaxen. Mit dem Motorbike die Gegend erkunden, an den Strand fahren und neulich bin ich auch beim Fischen gewesen. Ausgehen und viel Trinken habe ich mir eher abgewöhnt. Ich stehe sogar an meinen freien Tagen teilweise um 7 Uhr morgens auf. Teilweise zumindest. Zumindest dann teilweise, wenn mir schon ein Frühstück hergerichtet wurde und ich einen schönen angenehmen Morgen erleben darf.

Meine bisherigen Berichte, die ich im Moment nicht fertig gestellt habe, werde ich bei Gelegenheit nacheinander hier einstellen und speziell darauf hinweisen. Photofunktion möchte ich auch noch schnell testen:

DSCN2243 in Nach 2 Monaten in Thailand...
Bangkok vom Bayoke II Tower (19.8.)