Archive for September, 2007
Markus fliegt wieder zurück

Gestern Abend gabs noch ein Abschiedsessen für Markus, der am Sonntag wieder zurück nach Deutschland fliegt. Fünf Arbeitskolleginnen wollten auch mitkommen, also keine reine Männerrunde, deswegen nahm ich auch meine Freundin mit.

Zu besonderen Anlässen geht man natürlich auch in ein besonderes Restaurant. Das Mantra ist für uns besonders genug. Natürlich haben wir uns alle auch gut gekleidet, zumindest die guten Hemden angezogen. Einzig Kai, unser “Khun Wissenma”, der etwas später kam, stand dann an unserem Tisch wie der letzte Tourist mit T-Shirt. Aber das macht garnichts, denn der Kunde ist König und Kai sieht sonst schon gut genug aus Icon Smile in Markus fliegt wieder zurück .

Das Essen war wie immer hervorragend. Mein Standardgericht im Mantra ist das “Beef fillet with cantonese onion sauce” – traumhaft. Dazu einen Singapore Sling. Unserer thailändischen Arbeitskollegin Khun Ae schmeckte es allerdings nicht so sehr. Obwohl sie etwas thailändisches bestellte as sie fast garnicht davon. Vielleicht hat sie aber auch schon vorher genascht.

 in Markus fliegt wieder zurück
Vor dem Mantra

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Khun Matthias und Khun Christian

Nach dem Essen sind wir weiter gezogen in ein Irish-Pub. Dort gab es eine Live-Sängerin und Irish-Coffee. Der Alkoholpegel steigerte sich bei allen (bis auf Gaan, die prinzipiell keinen Alkohol trinkt). Als wir hier raus kamen war es schon ein Uhr und ich entschied mich nach Hause zu fahren, auf Walking Street und Discothek hatte ich keine Lust mehr.

 

Kho Larn

Nun habe ich mich doch einmal entschlossen mir ein wenig von der thailändischen Inselwelt anzusehen. Ich bin kein Strandgänger und im Meer schwimmen gehe ich wegen dem Salzwasser auch nicht gerne. Aber die wunderschöne Natur die man von Photos kennt ist beeindruckend, und die wollte ich endlich einmal sehen.

Etwa 6 km vor Pattya liegt eine kleine Insel namens Kho Larn. Es gibt Speed Boats mit denen man sehr schnell dort ist, allerdings sind diese auch sehr teuer. Gemütlicher und vor allem auch sehr viel billiger ist das normale Schiff (20 Baht). Nach etwa einer dreiviertel Stunde erreicht man die Insel. Das Schiff legt um 8:00, 10:00 und um 12:00 ab.

Auf Kho Larn angekommen erwarten einen die üblichen Schlepper, Motorbiketaxi’s usw. Geht man aber ein wenig weiter nach links am 7eleven vorbei, kommt man zu den normalen Pickup-Taxis bei denen die Fahrt je nach Ziel 20 – 40 Baht kostet. Nach einer zwanzigminütigen Fahrt erreichten wir den Strand.
 in Kho Larn
Samae Beach: türkisfarbenes Wasser

 in Kho Larn
Samae Beach

Hier ist die Natur noch nicht verdreckt, der Sandstrand ist weiß und nirgends liegt Müll herum. Das Wasser ist kristallklar und türkisfarben. Ich hätte schon viel früher hierher kommen sollen.

 in Kho Larn
Samae Beach

Um 16:30 haben wir uns wieder auf den Rückweg begeben. Die drei Stunden reichten uns allen und bis auf meine Thai-Freundin waren wir auch schon alle etwas rot geworden, trotz Sonnenschirm und Creme.
 in Kho Larn
House for rent: wieviel das wohl pro Nacht kosten mag?

 in Kho Larn
Das Schiff um 20 Baht, im Hintergrund sieht man Jomtien

 in Kho Larn
Sogar hier am Hafen ist das Wasser klar und man sieht bis zum Grund. Im Hintergrund Pattaya.

 in Kho Larn
Dafür hatten wir leider keine Zeit mehr…

 in Kho Larn
Und wieder zurück in Pattya…

Nach diesem langen und erlebnisreichen Tag waren wir alle sehr geschafft. Gaan und ich gingen noch Jim-Jum essen und um halb zehn waren wir auch schon im Bett.

Ein paar Bilder von Pattaya

Am Freitag kam unser neuer Arbeitskollege aus Deutschland an. Der war noch nie ausserhalb von Europa und dementsprechend ist hier einiges für ihn neu und sehr ungewohnt. Wir wollten die Gelegenheit deshalb nutzen und ihm ein wenig Pattaya zeigen. Eine sehr schöne Aussicht hatten wir von den Hügeln in Südpattaya, beim Big Buddha Hill und Monument Park.

 in Ein paar Bilder von Pattaya
Pattaya in Richtung Norden gesehen. Hier wird einem die Größe der Stadt bewusster. Viele auch schon sehr lange hier lebende Ausländer behaupten oft nur 100.000 Menschen würden hier leben (im Wikipedia steht gar nur 60 – 95.000). Ich glaube eher dem österr. Honorarkonsul Rudolf Hofer, der von offiziellen 600.000 Einwohnern spricht.

 in Ein paar Bilder von Pattaya
Dort wo heute alles verbaut ist befand sich Anfang der 70er Jahre noch fast garnichts. Es existierte damals ein kleines Fischerdorf, das in der Gegend der heutigen Walkingstreet lag. Es gibt noch einige sehr schöne Photos aus dieser Zeit, aufgenommen von Soldaten der U.S. Air Force, die damals in U-Tapao stationiert waren. Hier ein Link zu einem Bild, aufgenommen von einem USAF Soldaten 1968. Das war Pattaya vor 40 Jahren.

 in Ein paar Bilder von Pattaya
Wieder einmal der Big Buddha von Pattaya. Mittlerweile war ich schon gut zehn Mal hier.

 in Ein paar Bilder von Pattaya
Monument Park

 in Ein paar Bilder von Pattaya
Monument Park

BBQ

Auch in Thailand wird gerne gegrillt. Genau wie auch bei uns Europäern ist dies ein Anlass zusammen zu kommen, viel zu Essen und Bier zu trinken. Den ganzen Montag freute ich mich schon auf den Abend. Zuerst bin ich noch ins Foodland, habe einiges eingekauft, was mich gerade mal 400 Baht kostete.

Als ich zu Gaan kam war schon ein Großteil ihrer Familie da, einschließlich ein paar Arbeitskollegen von ihrem Bruder aus Bangkok. Genug eingekauft hatten die auch schon, auch genau gleich wie bei uns Europäern.

Fleischspieße mit Schwein, Paprika, Zwiebeln, Tomate und Ananas, Thunfischsalat, Gemüsereis, Suppen, Maiskolben. ich hatte auch noch Schweinefillet gekauft, das ich auch speziell marinierte. Anfangs, wie üblich wenn ich etwas zubereite das man nicht kennt, alle etwas misstrauisch. Als sie es aber probierten schmeckte es auch – wie üblich.

DSCN2529 in BBQ
Alloy magmag! Nur ein kleiner Teil des BBQ…

Besonders freue ich mich auch immer auf Nat, den ältesten Bruder von Gaan, weil der recht gut Englisch spricht. Auch wenn die ganze Familie aus besseren Verhältnissen kommt und alle recht gute Jobs haben, sind Englischfähigkeiten nicht der Standard. Erst langsam beginnt sich dies zu ändern, immer wieder treffe ich Schulkinder die auch den Mut haben Englisch mit mir zu sprechen. Allerdings geschieht dies auch nur in den wirtschaftlich reicheren Gegenden, im nordöstlichen Thailand wird die Schulbildung wohl noch länger sehr schlecht bleiben.

Ausflug nach Sattahip

Nicht allzu spät stand ich auf. Obwohl es mir mittlerweile in diesem weichen Bett immer schwerer fällt aufzustehen. In meinem Appartment schlafe ich auf einer sehr harten Matraze, vielmehr ist es eigentlich eine Pressspanplatte mit einem Zentimeter Stoffüberzug. Deshalb genieße ich das Schlafen in diesem bequemen Bett, in dem ich auch nicht den Lärm von der Sukhumvit Road die ganze Nacht hindurch höre.
Sonntag hatten wir uns vorgenommen Richtung Süden zu fahren, eventuell bis nach Sattahip. Dort liegt der große Hafen der königlich thailändischen Marine und auch der U-Tapao Militärflughafen befindet sich gleich in der Nähe. Von dort aus starteten in der Zeit von vor 30 bis 40 Jahren die amerikanischen B-52 Bomber um die kambodschanische, laotische und vietnamesische Zivilbevölkerung mit Bomben und Napalm zu versorgen. Ein wirklich trauriger Fakt für Thailand sich an diesem Massenmord indirekt beteiligt zu haben.
Ein Freund sagte mir schon vorher, dass dort überall Militär positioniert ist und man nirgends Zugang bekommt (”In Sattahip? Da gibt’s nichts!”). Dennoch wollte ich es mir anschauen und sollte es auch nicht bereuen.
Gegen zehn Uhr vormittags starteten wir los. Auf dem Weg entdeckte ich das „Thai-Austrian Technical College“, das es mir natürlich Wert war kurz stehen zu bleiben. Gegründet wurde es bereits 1970. 3200 Schüler finden dort Platz, die Professoren machen regelmäßig Kurse in Österreich, um ihr Wissen und ihre Deutschfähigkeiten weiterzuentwickeln.

 in Ausflug nach Sattahip
Das Thai-Austrian Technical College nahe Sattahip

Die Sukhumvit entlang Richtung Süden bekommt man vieles zu sehen. Es gibt dort einige wunderschöne Orte die man sich ansehen kann. An einem dieser Orte haben wir Halt gemacht und uns den Strand ein wenig angeschaut. Das Wetter war recht kühl und ich rechnete damit dass es zu regnen beginnt. Vielleicht lag es am anschließenden Besuch im Wat, dass wir bis spät abends immer dem Regen davon fuhren.

 in Ausflug nach Sattahip

In Sattahip gibt es, wie schon geschrieben mit Ausnahme der Marine, wirklich nicht viel. Die Strandpromenade kann man etwas entlang fahren, aber wenn man dann wieder zu einem Checkpoint kommt ist Ende. Und die lassen sich auch nicht überreden, da kann man noch so freundlich lächeln – man bekommt nur ein Lächeln zurück.

 in Ausflug nach Sattahip

 in Ausflug nach Sattahip

 in Ausflug nach Sattahip

 in Ausflug nach Sattahip
Keine Chance bei den Jungs durchzukommen

So sind wir noch weiter Richtung Süden, vorbei am U-Tapao Flughafen, der auch militärisch kontrolliert wird und nur mit Bordkarte zugänglich ist. Sonst gab es hier nur noch ein kleines Fischerdörfchen. Der Ort wirkte auf mich richtig idyllisch. In einer kleinen Bucht ist das Dorf gebaut. Auf dem Berg steht ein Wat. Von dort oben aus hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Umgebung. Etwa 500 Meter vor dem Festland sieht man eine kleine grüne Insel.

 in Ausflug nach Sattahip

 in Ausflug nach Sattahip

 in Ausflug nach Sattahip
Sehr typisch sind immer die Lotterielos-Verkäufer auf Tempelanlagen. Wenn man sich Chok dee, Viel Glück, im Wat geholt hat, kann man sich ein Los kaufen

Es war dann schon später am Nachmittag als wir aufbrachen in Richtung Pattaya. Am Abend wollte ich in die Sauna. Es mag sich etwas komisch anhören in Thailand in die Sauna zu gehen, ist aber gerade hier sehr sinnvoll. Einige Tage zuvor schrieb mir ein Freund aus Deutschland ob ich wüsste wo die Soi Country Club in Pattaya sei. Ungefähr wusste ich es, schaute aber doch noch schnell im Internet nach und stieß dabei auf die Website der Country Sauna. Die Preise sind, wahrscheinlich wegen der Lage weit abseits der Touristen, äusserst günstig. Deshalb wollte ich es mir zumindest einmal ansehen. Zu meiner Freude gehört diese Einrichtung einem Südkoreaner, deshalb war keiner der Farrang-Bierbauch-Fraktion vertreten. Die Anlage ist wirklich beeindruckend, neben Sauna gibt es auch ein Dampfbad, dazu einen etwa 10 Grad kalten Pool, jeweils für Frauen und Männer. Gleich nebenan befindet sich ein Whirlpool in dem das Wasser eine Temperatur von geschätzten 35 Grad hat. Weiters auch noch einen großen Swimmingpool. Geblieben sind wir dort bis zum Ende um 22 Uhr. Obwohl wir ab 20 Uhr die einzigen Gäste waren, kam keiner auf den Gedanken uns zu bitten zusammen zu packen, im Gegenteil man brachte uns soviel gratis Wassermelonen wie wir wollten. Für einen Sonntagabend war dies genau die richtige Entspannung um in eine neue Arbeitswoche zu starten.