Vormittags lernte ich ein wenig Thai. Allerdings nur für eine Stunde, denn ich musste dann ins Foodland. Das ist eins der wenigen Geschäfte in denen man sehr viel verschiedene und vor allem ausländische Lebensmittel angeboten bekommt. Ich wollte heute Mittag Chili Con Carne machen, dazu brauchte ich noch einige Zutaten.
Nach dem Einkauf holte ich Gaan’s Mutter in Nongprue ab, denn ich wollte auch sie von meinen „Kochkünsten” versuchen lassen. Der zweijährige Ta-Wan, der Sohn von Gaans Schwester kam auch mit, der saß vorne bei mir, deswegen musste ich ein wenig langsamer fahren.
Das Kochen machte richtig Spass und ich ließ mir nichts helfen. Zum Chili machte ich noch einen Salat mit Yoghurt-Dressing. In der Zwischenzeit kam auch Gaan’s jüngerer Bruder von der Arbeit. Zu meiner Freude schmeckte es allen herrlich, auch die Schärfe kam einigermaßen hin.
Am meisten schmeckte das Chili aber Tong, einem anderen Bruder von Gaan. Er war es auch der Sonntagmorgen noch zwei Schüsseln des restlichen Chillis frühstückte. Normalerweise mögen die Thais nicht unbedingt Farrangessen, umso mehr freute ich mich dass es allen schmeckte.

Ein “Meisterkoch” bei Gaan in der Küche…
In der Arbeit überraschte mich am Nachmittag noch die Sekretärin, dass jetzt Ann, die Sales Managerin vom Hard Rock Cafe hier wäre. Vorbereitet hatte ich schon etwas für das Treffen, nur kam sie doch ein wenig unangemelded. Der Personal Manager bot ihr derweil einen Platz im Konferenzraum an. Ein Angebot bekamen wir schon, das jedoch zu hoch war. Deswegen machten wir noch ein paar Verhandlungen, am Preis konnte aber nicht viel geändert werden. Ann sollte ich bald wieder sehen, denn jeden ersten Freitag im Monat findet im Hard Rock in Pattaya die „Industrial Night”, ein kleines Business Meeting bei freiem Bier und Essen, statt. Die anderen Jungs unser Chef und sogar der Direktor aus Bangkok kamen an diesem Freitag auch mit. Die besuchten diesen „Event” auch schon einige Male, für mich war es das erste Mal.
Gaan kam auch mit. Wir beide waren dann allerdings etwas „overdressed”, bis auf den Direktor der Firma und einigen anderen Gästen, kamen die meisten mit T-Shirts daher. Egal, mal gut gekleidet zu sein ist ja keine Schande
. Schon vor dem Hard Rock Cafe sah mich Ann und begrüßte uns gleich herzlich. Business oder Networking war das ganze aber weniger, eher doch nur Party, denn es war auch für die sechs Farrang-Touristinnen kein Problem daran teilzunehmen.

So sah die “Industrial Night” aus: PARTY!
Später sind wir ins Mantra Essen gegangen, da die anderen in Richtung Walking Street weiterzogen, an die Orte wo ich mit meiner Lady nicht hin will. Das machte ich einmal, die war aber dann ziemlich schockiert und wir gingen gleich wieder. Überhaupt war die Entscheidung ins Mantra Essen zu gehen sehr gut. Merkwürdigerweise war extrem wenig los. Da wunderte es mich auch nicht, dass man sogar zwei Russenpärchen in T-Shirt, kurzer Hose und Flip-Flops reinlies. Davon unbeirrt genossen wir den Abend. Nicht all zu spät fuhren wir nach Hause, der Arbeitstag war anstrengend und am Samstag wollte ich schon früh raus.
Nach einem langen Arbeitstag, der mit Fahrt zur Firma und zurück etwa 11 1/2 Stunden dauert, bin ich selten noch für viel zu haben. Was man in Pattaya aber immer gut kann ist Essen zu gehen. Es gibt unzählige Restaurants für die verschiedensten Geschmacksrichtungen und in allen Preiskategorien. In Jomtien gibt es ein sehr gutes Restaurant genannt “Kaffa” (früher war dort der KFC). Das besondere dort ist neben der wirklich gemütlichen Terasse, die reichlich mit Pflanzen dekoriert ist, dass immer ein Live-DVD-Konzert auf den Fernsehern läuft. Zuletzt war es Sting zusammen mit einer Jazz-Band, diesmal ein Special mit Pavarotti. Das Essen ist recht gut, nur leider haben sie vor kurzem die Speisekarte deutlich reduziert. Es gibt nur noch Thai- und Farrangessen, kein japanisch mehr. Vielleicht ändern sie dies ja doch noch wieder.
Nach dem Essen hat man es nicht weit an den Strand, wo ich mich gerne noch hin bewege, ein Bierchen trinke und relaxen kann. Spass hatten wir mit diesen Hunden, die ersten in Thailand bei denen ich keine Bedenken hatte sie zu streicheln. Die waren bestimmt noch sehr jung und total verspielt.

Der hätte ich gerne mitgenommen, der Besitzer wäre aber wahrscheinlich nicht glücklich darüber gewesen

An einem solchen Abend komme ich um etwa elf Uhr heim und gehe nicht zu spät schlafen. Es gibt Ausnahmen, wenn ich zum Beispiel hin und wieder mit den anderen Praktikanten unterwegs bin. Aber in der Regel brauche ich meinen Schlaf, midestens fünf Stunden
, um am nächsten Tag in der Arbeit fit zu sein.