Archive for November, 2007
Baan Sukhawadee

Seit einiger Zeit schreibe ich in einem Internetforum über Thailand. Dort lernt man immer wieder interessante Leute kennen und manchmal trifft man sich sogar im echten Leben. In einem Beitrag schrieben wir über das Baan Sukhawadee. Dies ist eine riesige Palastanlage in Pattaya, die sich direkt neben meinem alten Appartment an der Sukhumvit in Nord Pattaya befindet. In diesem Internetforum gibt es noch zwei Mitglieder, die auch in der Nähe wohnen, so kam es auch dass wir uns das Sukhawadee gemeinsam anschauen wollten.

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Ein Teil der Anlage des Baan Sukhawadee

Diese Palastanlage gehört Dr. Panya Chotithewan, dem Besitzer der Saha Hühnerfarmen, einem der reichsten Menschen des Landes. Er hat auch sehr gute Beziehungen zum Königshaus, weshalb die Anlage auch immer wieder von Mitgliedern der königlichen Familie besucht wird.

Die Architektur orientiert sich nach europäischem Vorbild, dies sieht man schon von Aussen (z.B. an den Gartenanlagen und den Skulpturen) und besonders am Interieur.

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Blick Richtung Meer, im Vordergrund die luxuriöse Gartenanlage

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Blick Richtung Sukhumvit Road, das Gebäude mit dem blauen Dach ist meine alte Unterkunft

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Normalerweise muss man Eintritt bezahlen, aber der besagte Bekannte aus dem Internetforum ist hier als Touristenführer registriert, weshalb wir auch ein wenig mehr zu sehen bekamen und einige interessante Hintergrundinformationen erfuhren.

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Der nördliche Palast

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Eine weitere Gartenanlage

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Neben einem chinesischen Tempel, befinden sich im Baan Sukhawadee auch mehrere buddhistische Tempel wie hier im nördlichen Palast

Nach der Besichtigung gingen wir noch thailändisch Essen. Wir hatten schon ordentlichen Hunger, denn keiner hatte gefrühstückt. Beim Essen hatten wir auch noch Zeit etwas zu plaudern. Ein sehr interessantes Gespräch hatte ich dabei mit der deutschen Freundin meines “Internetbekannten”. Diese macht gerade ein Praktikum in einem der 5-Sterne Hotels in Pattaya im Bereich Verkauf und Marketing. Die Erfahrung die sie gemacht hat decken sich dabei großteils mit meinen, wenngleich auch ein paar Unterschiede vorhanden sind.
Gaan und ich gingen später noch an den Strand, den Sonnenuntergang schaue ich mir einfach immer wieder gerne an.

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Am Strand wurden zahlreiche Krathongs von letzter Nacht angespült. Krathongs sind kleine, mit Blumen geschmückte Schiffchen, die in der Vollmondnacht des November (Loy Krathong, das thailändische Lichterfest) zu Wasser gelassen werden.

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Sonnenuntergang am Pattaya Beach

Website des Baan Sukhawadee: http://www.sukhawadee.net/



 in Baan Sukhawadee

Bangkok

Am frühen Morgen des Samstag kamen wir in Bangkok an und fuhren gleich ins Hotel. Wann immer ich in Bangkok bin schlafe ich in der ‘Asia Residence’ in Bangkapi. Die Gegend dort kenne ich gut und mit dem Hotel habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Die Zimmer sind immer sauber uns schön, der Preis von 490 Baht besonders günstig.

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Asia Residence in Bangkapi

An dem Wochenende haben wir dann nur noch entspannt. Natürlich trafen wir uns auch mit Kwan, die ich schon seit einigen Monaten nicht mehr gesehen habe. Die Gelegenheit in Bangkok zu sein wollten wir auch für eine Einkaufstour nützen. In Bangkapi gibt es einige sehr gute Märkte, die den ganz großen Vorteil haben dass man nicht mehr viel verhandeln muss. Touristen sind hier keine, die Thais kennen die Preise, warum soll ein Händler also überzogen hohe Preise verlangen wollen. Gaan ist aber Profi im Verhandeln (sogar bei Verkehrsdelikten verhandelt sie noch ewig mit den Polizisten) und manche der Händler haben keine Chance gegen sie. Ich fand dann auch endlich neue Schuhe, schwarze Adio die ich unbedingt haben musste. Auch fand ich einen schönen Pullover, der jetzt in der kalten Jahreszeit schon notwendig wird. Der Pulli war aber insofern besonders interessant, da er ein “H&M” – Label hat. Es gibt in Thailand meines wissens keine H&M Filialen. Aber er wurde in Kambodscha produziert (in den menschenausbeutenden Fabriken des Konzerns in denen auch Kinder arbeiten “dürfen”).

Sonntag abend fuhren wir dann zurück nach Banglamung. Der Urlaub war zu Ende und eine neue Arbeitswoche stand bevor. Wir hatten nur eine Woche Zeit, aber dafür kamen wir sehr viel herum und haben einiges gesehen. Über 2.000 km sind wir mit Bus und Zug gefahren.

Wieder Richtung Süden

Nachdem wir wieder in Mukdahan am Bus Terminal angekommen waren, kauften wir uns die Fahrkarten nach Buriram. Uns stand eine lange Fahrt bevor, aber der doppelstöckige Bus war wirklich sehr bequem und gut ausgestattet. Man kann sich also bequem zurück legen und schlafen. Während der Fahrt musste der Bus auch zweimal aufgrund von Polizeisperren anhalten. Beim dem einen Mal wollte der Polizist alle Thai-Ausweise sehen und ignorierte mich. Beim zweiten Stopp ignorierte der Beamte alle Thais und wollte nur den Pass von mir und einem japanischen Herren sehen. Bei der ersten Kontrolle, die gut zehn Minuten dauerte, blieben wir vor einer Grundschule stehen. Ein kleines Mädchen bemerkte dass da ein Farrang im Bus sitzt. Nach kurzer Zeit kam eine ganze Gruppe von Kindern und hörte nicht mehr auf mir zuzuwinken.

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Lächelnde Kindergesichter…

Während der Fahrt blieben wir in vielen Städten stehen. Für mich immer wieder Gelegenheit die Beine zu vertreten und eine zu rauchen. Einmal sah ich auch eine schnulzig-komische Abschiedsszene, eine junge Thai-Frau mit ihrem etwas älteren Farrang, der die Koffer in den Bus läd, und eine ganze Familie die sie verabschiedet. Hier muss ich nun dazusagen, dass die Endstation dieses Busses nicht in Buriram sondern in Pattaya ist.
Gegen 22:00 Uhr kamen wir in Buriram an. Zuvor hatte ich mit Oi telephoniert, die auch gerade in Buriram war, damit wir nicht am Bus Terminal stehen und kein Hotel haben. Wir ließen uns dorthin fahren, ein schönes Hotel und ich sah in meinem geistigen Auge schon ein wunderbar weisches Bett vor mir. Leider alles ausgebucht. Man konnte uns wenigstens noch ein anderes Hotel empfehlen und rief sogar dort an. Wir gingen wieder raus auf die Strasse auf der Suche nach einem Motorbike-Taxi. Gegenüber sprach uns eine alte Frau an, ob sie uns helfen kann. Und schon schliefen wir im Guesthouse ihrer Nachbarin. Glück kann man oft haben.
Am nächsten Tag trafen wir uns mit Oi, die aber schon um halb elf vormittags wieder nach Bangkok fuhr. Wir fuhren dann mit einer Fahrrad-Rickscha zum KFC, ich hatte Lust auf einen Fettburger. 1000 Kalorien reicher beschlossen wir diese durch einen Spaziergang zu vertauen.

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Unterwegs mit der Rickscha

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Beim Spazieren entdeckten wir diesen traurigen Aushang: es sind die Zahlen der Aidstoten in Buriram

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Als wir weiter spazierten trafen wir auf einen Marschumzug der lokalen Schulen, Colleges und der Rajbaht Universität Buriram.

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Manche nahmen die Sache sehr ernst…

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…und manche tranken einfach nur Lao Kao (Reisschnapps) und tanzten. Hier wäre ich mitgegangen.

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Der chinesische Tempel in Buriram

Unser Bus nach Bangkok ging leider erst um 21 Uhr und ich rechnete schon mit der Bezahlung einer weiteren Nacht, als wir erst gegen 18 Uhr zum Guesthouse zurückkamen. Aber die alte Dame war so nett und wollte kein weiteres Geld von uns annehmen, ich bot ihr sogar noch etwas an. In der gleichen Strasse sah ich einen weiteren Farrang, den es wohl für etwas länger hierher verschlagen hatte, denn er hatte zusammen mit seinen Thai-Ehegattin ein Internetcafe eröffnet. Wir setzten uns zu ihm und seiner Frau, er ging noch zwei Biere kaufen und wir hatten eine gute Unterhaltung. Nicht nur über Thailand, denn der 32-jährige Mann ist Israeli und so disskutierten wir bald auch über den Nahost-Konflikt und den Amerika-Imperialismus. Der Mann war auf meiner Wellenlänge. Er fuhr uns dann auch noch zum Busbahnhof und bald waren wir auf dem Weg nach Bangkok.



 in Wieder Richtung Süden

Savannakhet

Savannakhet gefiel mir vom ersten Moment an. Wir konnten uns in dieser kurzen Zeit natürlich nicht soviel ansehen aber einen kleinen Spaziergang durch die Stadt machten wir. Wie schon gesagt gefallen mir hier besonders die Häuser. Es gibt sehr viele alte aus Gebäude aus der Kolonialzeit, aber auch gerade neu errichtete bzw. renovierte.

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Laos ist zwar ein kommunistisches Land, der Kapitalismus ist hier aber schon eingezogen. Die Menschen dürfen auch ihren eigenen Besitz haben und Profit machen.

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Vom Verkehr her auf jeden Fall ein sehr ruhiges Städtchen

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Mir fiel auch auf, dass man überall Pepsi kaufen kann, aber nirgendwo begegnete mir eine Coca-Cola Reklame

Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch die Stadt und einem köstlichen Essen begaben wir uns zurück in Guesthouse um zusammen zu packen. Wir wollten an diesem Tag noch weiter Richtung Süden.

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Uferpromenade in Savannakhet

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Und schon waren wir wieder am Busbahnhof

Vor der Abfahrt musste ich mir noch zwei Stangen der laotischen Zigaretten kaufen, eine Stange kostet nur 130 Baht (ich habe sie natürlich vorher probiert, kambodschanische Zigaretten würde ich nie mehr wieder kaufen).
Auch das Zurückkommen nach Thailand verlief problemlos. Ich hatte fest damit gerechnet, dass mich die thailändischen Zollbeamten gründlichst durchsuchen, aber es reichte ihnen mein Gepäck zu röntgen.

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Back to Thailand

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Hier noch ein Blick auf den Kontrollbereich auf der thailändischen Seite – nichts los hier…



 in Savannakhet

Mukdahan II Savannakhet, LAO PDR

Nach dem wir den Mukdahan Tower besichtigt hatten, wollten noch einmal probieren nach Laos zu fahren. Die Immigration am Bootssteg ließ mich nicht mit dem Boot fahren, die verwießen auf ein anderes Büro wo ich hin solle. Mit einem Tuk Tuk sind wir dann zu dem anderen Büro, das sich an der Thai-Lao Friedensbrücke befindet. Hier kam aber die nächste Enttäuschung, denn so einfach dürfen wir nicht nach Laso, wir könnten ja nicht zu Fuß über die Brücke. Das Visum (on arrival) für Laos kostet 1.500 Baht und gilt für 3 Monate. Das ist gut. Weniger gut ist aber dass ich für die Fahrt über die Brücke je 2.800 Baht zahlen soll – Leckt mich am Arsch!

Wir sind dann zum Busbahnhof um wieder Richtung Süden zu fahren. Wir hatten bereits die Tickets nach Surin und wartete in einem Restaurant. Dort saß auch ein Australier, Robin, mit dem wir schnell ins Gespräch kamen. Dem erzählte ich die Story und sagte mir dass sei mal wieder typische Abzocke. Hier vom Busterminal kostet das Ticket nach Laos 60 Baht. Ha – also doch noch eine Chance. Wir tauschten das Ticket nach Surin gegen Bares und kauften uns eine Fahrkarte nach Savannakhet, Laos.

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Der Bus nach Laos für 60 Baht

Schon waren wir auf den Weg und nur noch Bürokratie könnte mich stoppen!

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Passport Kontrolle an der Friedenbrücke bei der Ausreie. Dies ist übrigens die 2. Friedensbrücke die Thailand und Laos über den Mekong verbindet. Sie wurde erst am 9. Januar 2007 eröffnet.

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LAO!

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Die Flagge der demokratischen Volksrepublik Laos

Auf Seiten der Laoten verlief mit der Bürokratie alles problemlos. Visaantrag ausfüllen, 1.500 Baht bezahlen und Stempel in den Pass. Nun befanden wir uns auf den Weg in die kleine Stadt Savannakhet, die von der Friedensbrücke nicht weit entfernt ist.

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Gab es in Laos einmal olympische Spiele?

Der Australier Robin gab uns auch noch einen guten Tipp für ein Guesthouse, das direkt am Mekong lag. Die Zimmer waren absolut in Ordnung und sauber. Wir gingen dann bald einmal runter zum Mekong um ein paar Photos zu machen.

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Der Mekong mit Thailand im Hintergrund

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Wir hatten einen wunderschönen Sonnenuntergang

Laos war lange Zeit Teil der franzäsischen Kolonie Indochina. Man fährt hier auf der richtigen Seite der Straße. Schön sind auch die vielen alten Bauten so wie dieses Haus aus dem Jahre 1937:

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Besonders im Rot der untergehenden Sonne sah dies schön aus

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Schöne Grüße vom romantischen Mekong…


 in Mukdahan II Savannakhet, LAO PDR