Archive for November 12th, 2007
Im Zug Richtung Ubon Ratchathani

Von der Hochzeit Khun Dusit’s fuhren wir zum Bahnhof in Nakhon Ratchasima etwa 15 Minuten. Als wir dort ankamen musste uns der Ticketverkäufer enttäuschen, dass es im Zug nach Nongkhai keine freien Plätze mehr gibt. Dies störte uns aber nicht, da er uns dafür Plätze im Zug nach Ubon anbieten kann. Ubon liegt zwar in der anderen Richtung, im Osten, aber es war jedenfalls auch eine Stadt die wir uns ansehen wollten. Ausserdem fuhr der Zug bereits in 10 Minuten los, sodass wir garnicht lange warten mussten.
Die Zugfahrt selbst verlief ein wenig lang. Wir hatten Sitzplätze in der 3. Klasse, der Holzklasse, da den Sitzen die Polsterung fehlt. Um 21:15 fuhren wir von Nakhon Ratchasima ab und um zirka halb vier uhr morgens kamen wir in Ubon Ratchathani an. Die über sechs Stunden Zugfahrt kamen uns sehr lang vor. Aber ich konnte dafür immer wieder aufstehen um Eine rauchen zu gehen.
Im Zug fragten wir noch jemanden nach einem Hotel in Ubon. Damit waren wir in diesem Punkt nicht auf spätere Taxifahrer angewiesen. Vom Bahnhof aus fuhren wir knapp 15 Minuten zum Laithong Hotel. Vom schönen Zimmer waren wir beide gleichfalls beeindruckt. Nachdem wir letztens auf sehr hartem Unterboden schliefen war diese weiche Matratze genau das richitge.



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Eine thailändische Hochzeit Teil II

Während wir Gäste der Hochzeit ein wenig schlafen konnten, mussten andere schon sehr viel früher aufstehen. Für den Bräutigam bedeutete dies 3 Uhr nachts, um alle Vorbereitungen zu treffen. Als wir um sieben aufstanden und die Treppe hinuntergingen, waren bereits die Mönche anwesend.

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Das zukünftige Ehepaar beim Beginn der Zeremonie

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Hier konnte man etwas Reis in jede Schale geben, die dann die Mönche bekommen

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Nach dieser ersten Zeremonie gings zum elterlichen Haus des Bräutigams. Dort warteten wir noch ein wenig bis wir dann um neun Uhr gemeinsam mit den Gaben (Essen) für die Eltern der Braut losgingen.

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Bei thailändischen Hochzeiten gibt es auch noch eine Besonderheit, die den Mann betrifft. Er muss nämlich für die Braut Geld an die zukünftigen Schwiegereltern bezahlen, das sogenannte Sinsot. Die Summe wurde schon vorher ausgehandelt. Manche Schwiegermütter bestehen darauf das Geld zu behalten, andere lassen es nach der Zeremonie dem Brautpaar zukommen. Aber die Gäste erfahren dies natürlich nicht. Für seine zukünftige Frau musste unser Arbeitskollege 400.000 Baht bezahlen, hinzu kommen noch 10 Baht (hier als Gewichtseinheit = 15,16 gramm) an Gold, das die Braut stolz trägt.

Da diese ganze Feierlichkeit viel kostet ist es auch üblich dem Brautpaar Geld in einem Kuvert zu geben. Wir hatten uns entschieden je 1.000 Baht zu geben. Aber im Nachhinein denke ich dass das vielleicht zu wenig war. Bevor man das Geld in einen Kasten legt, hat man noch Gelegenheit (geweihtes?) Wasser über die Hände von Braut und Bräutigam zu gießen und ihnen Glück für die Zukunft zu wünschen.

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Während die Gäste dann langsam abzogen und unsere Arbeitskollegen die nächsten Bier (und nun auch Whiskey) öffneten, beschlossen Gaan und ich ein wenig spazieren zu gehen. Sie war noch nie im Isaan und wollte schon immer einmal sehen wie die Menschen hier leben. Einmal mehr muss ich als Farrang ihr etwas von Thailand zeigen Icon Smile in Eine thailändische Hochzeit Teil II

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Die Landschaft hier ist schon wunderschön, besonders um diese Jahreszeit ist alles grün

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…und ein wenig Abenteuer hatten wir auch noch.

Wir kamen nach drei Stunden Spaziergang aber immer noch rechtzeitig genug um weiter zu feiern. Abends fand noch ein großes Fest statt, mit Musik, Essen und noch mehr Alkohol.

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Das Brautpaar und Eltern..

Gaan und ich mussten dann um acht Uhr los Richtung Bahnhof. Wir wollten noch an diesem Abend weiterfahren in unseren Urlaub, während die anderen dann wieder zurück nach Rayong fuhren. Die Hochzeitsfeier war ein richtig schönes Erlebnis, wenngleich ich sehr froh war nicht selbst der Bräutigam zu sein…