Wieder Richtung Süden

Nachdem wir wieder in Mukdahan am Bus Terminal angekommen waren, kauften wir uns die Fahrkarten nach Buriram. Uns stand eine lange Fahrt bevor, aber der doppelstöckige Bus war wirklich sehr bequem und gut ausgestattet. Man kann sich also bequem zurück legen und schlafen. Während der Fahrt musste der Bus auch zweimal aufgrund von Polizeisperren anhalten. Beim dem einen Mal wollte der Polizist alle Thai-Ausweise sehen und ignorierte mich. Beim zweiten Stopp ignorierte der Beamte alle Thais und wollte nur den Pass von mir und einem japanischen Herren sehen. Bei der ersten Kontrolle, die gut zehn Minuten dauerte, blieben wir vor einer Grundschule stehen. Ein kleines Mädchen bemerkte dass da ein Farrang im Bus sitzt. Nach kurzer Zeit kam eine ganze Gruppe von Kindern und hörte nicht mehr auf mir zuzuwinken.

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Lächelnde Kindergesichter…

Während der Fahrt blieben wir in vielen Städten stehen. Für mich immer wieder Gelegenheit die Beine zu vertreten und eine zu rauchen. Einmal sah ich auch eine schnulzig-komische Abschiedsszene, eine junge Thai-Frau mit ihrem etwas älteren Farrang, der die Koffer in den Bus läd, und eine ganze Familie die sie verabschiedet. Hier muss ich nun dazusagen, dass die Endstation dieses Busses nicht in Buriram sondern in Pattaya ist.
Gegen 22:00 Uhr kamen wir in Buriram an. Zuvor hatte ich mit Oi telephoniert, die auch gerade in Buriram war, damit wir nicht am Bus Terminal stehen und kein Hotel haben. Wir ließen uns dorthin fahren, ein schönes Hotel und ich sah in meinem geistigen Auge schon ein wunderbar weisches Bett vor mir. Leider alles ausgebucht. Man konnte uns wenigstens noch ein anderes Hotel empfehlen und rief sogar dort an. Wir gingen wieder raus auf die Strasse auf der Suche nach einem Motorbike-Taxi. Gegenüber sprach uns eine alte Frau an, ob sie uns helfen kann. Und schon schliefen wir im Guesthouse ihrer Nachbarin. Glück kann man oft haben.
Am nächsten Tag trafen wir uns mit Oi, die aber schon um halb elf vormittags wieder nach Bangkok fuhr. Wir fuhren dann mit einer Fahrrad-Rickscha zum KFC, ich hatte Lust auf einen Fettburger. 1000 Kalorien reicher beschlossen wir diese durch einen Spaziergang zu vertauen.

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Unterwegs mit der Rickscha

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Beim Spazieren entdeckten wir diesen traurigen Aushang: es sind die Zahlen der Aidstoten in Buriram

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Als wir weiter spazierten trafen wir auf einen Marschumzug der lokalen Schulen, Colleges und der Rajbaht Universität Buriram.

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Manche nahmen die Sache sehr ernst…

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…und manche tranken einfach nur Lao Kao (Reisschnapps) und tanzten. Hier wäre ich mitgegangen.

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Der chinesische Tempel in Buriram

Unser Bus nach Bangkok ging leider erst um 21 Uhr und ich rechnete schon mit der Bezahlung einer weiteren Nacht, als wir erst gegen 18 Uhr zum Guesthouse zurückkamen. Aber die alte Dame war so nett und wollte kein weiteres Geld von uns annehmen, ich bot ihr sogar noch etwas an. In der gleichen Strasse sah ich einen weiteren Farrang, den es wohl für etwas länger hierher verschlagen hatte, denn er hatte zusammen mit seinen Thai-Ehegattin ein Internetcafe eröffnet. Wir setzten uns zu ihm und seiner Frau, er ging noch zwei Biere kaufen und wir hatten eine gute Unterhaltung. Nicht nur über Thailand, denn der 32-jährige Mann ist Israeli und so disskutierten wir bald auch über den Nahost-Konflikt und den Amerika-Imperialismus. Der Mann war auf meiner Wellenlänge. Er fuhr uns dann auch noch zum Busbahnhof und bald waren wir auf dem Weg nach Bangkok.



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