Archive for November, 2007
Mukdahan I

Früh morgens gingen wir zum Bootsteg um die Visaanträge auszufüllen und uns über alles weitere zu informieren. Die Bearbeiterin ließ tatsächlich Gaan alles ausfüllen und abstempeln und natürlich bezahlen, ehe sie uns mitteilte dass ich als Ausländer aber nicht mit darf. Dämliche Abzocke dachte ich erstmal. Wir müssten zu einer anderen Immigration…

Wir hatten derweil Hungern und gingen erstmal essen. Als wir durch die Stadt gingen musste ich immer wieder Photos von den Häusern machen, vielleicht nicht die schönste Architektur, aber besonders das gelb angemalte Haus gefiel mir besonders gut.

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Die Stadt ist klein (laut Wikipedia um die 128.000 Einwohner) und ruhig. Als wir so herum spazierten konnten wir von einer Fussgängerbrücke auch auf eine Grundschule sehen. Es wurde gerade halb neun, als haben sich alle Schüler in Reih und Glied zum Singen der Nationalhymne und zum Beten aufzustellen.

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Mich den Alien hat man dann auch entdeckt, und die Kinder waren schon amüsiert…

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Alles in Reih und Glied… Hand aufs Herz… Singen…

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… und rauf mit der Flagge!

Auf unserem weiteren Weg viel mir auch ein nagelneues Gebäude auf, das Tourismuszentrum von Mukdahan. Anscheinend investiert man einiges in dieser touristisch noch sehr unerschlossenen Stadt. Potential hat das Städtchen meiner Meinung, es ist schön, ruhig, friedlich und liegt direkt am Mekong.

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Das Touristen Informations Zentrum mit keinen Touristen…


 in Mukdahan I

Aber wir konnten hier vom Mukdahan Tower erfahren. Wir machten uns gleich auf den Weg dorthin. Zuerst mit einem Bahtbus und die letzten Meter zu Fuss. Dabei hatten wir noch einen schönen Blick über die Landschaft:

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Die Gegend hier ist schon traumhaft schön

Der Eintritt des Mukdahan Towers ist spottbillig – 25 Baht inklusive Aufzug. Auch hier waren wir die einzigen Touristen. Oben kann man rundherum auf die Umgebung sehen, natürlich besonders schön auf den Mekong.

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Der Mekong in Richtung Süden

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Hier ein Photo vom Hinterland

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In Richtung Norden: rechts befindet sich Laos, links sieht man das kleine Städchen Mukdahan

Ganz oben im Turm findet man noch einen Buddhaaltar und Buddhastatuen zu jedem Tag der Woche. Ich wunderte mich auch schon über den Kameramann vom thailändischen Staatsfernsehen TV5, der uns auch filmte.
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Mukdahan Tower

Dann kamen einige Leute die Treppe hoch, wegen denen der Kameramann hier war. Ein Mann aus dieser Delegation, der sehr gut Englisch konnte sprach mit mir und erklärte mir die sei die Bürgermeisterin. Auch die redete dann mit mir, sie fragte mich woher wir kommen und wie wir auf den Ort aufmerksam wurden. Während sie mit mir sprach wurden wir natürlich gefilmt. Juhu – ich bin im Thaifernsehen und auch noch landesweit! Da bestand ich dann natürlich auch auf ein Photo mit ihr.

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Die Bürgermeisterin und im Hintergrund “mein Buddha” (der Buddha für die Sonntagskinder…)

Hier noch ein Photo von draussen, der Tower erinnert mich an ein Ufo.

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 in Mukdahan I

Wohin nun? Laos?

Morgens, natürlich nach dem ordentlichen Zulangen beim Frühstücksbuffet, spazierten wir noch ein wenig durch die Stadt. Kurz vor Mittag gingen wir noch zu einem Italiener gleich in der Nähe Essen. Die Pizza schmeckte sehr gut und was mich besonders erstaunte, das Restaurant war sehr gut besucht und zwar von Thailändern und nicht Farrangs.

Nach dem Check-Out aus dem Hotel ließen wir uns per TukTuk zum Busbahnhof bringen. Wir beschlossen nach Laos zu fahren. Gaan hatte leider ihren Reisepasszu Hause vergessen, doch für Thailänder genügt eigentlich die ID-Card (Personalausweiss). Die Dame am Schalter sah das anders und wollte ihr kein Ticket geben. Dies störte uns aber nicht, denn wir hatten zuvor ja nichts geplant wohin es unbedingt gehen sollte und dementsprechend auch nirgends Hotels gebucht. Also kauften wir uns Fahrkarten für den Bus nach Mukdahan! Diese Stadt ist ganz im Nordosten und direkt an der Grenze zu Laos, am Mekong.

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Das Busterminal in Ubon

Noch ein paar Eindrücke von der Fahrt:

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Die Landschaft des Isaan ist geprägt durch die vielen Reisfelder

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Gaan wollte immer wissen wie die Menschen im Isaan leben…

Nach, ich glaube fünf Stunden Busfahrt kamen wir in Mukdahan an. Im Bus saßen auch noch eine Französin und ein Spanier, die beide alleine unterwegs waren. Die konnten nur leider nicht viel Englisch, aber zumondest soviel dass man uns ein Hotel empfehlen konnte. Der Spanier fuhr dann auch mit uns in dieses Hotel. Ein schlichtes Zimmer mit dem Allernötigsten für 350 Baht, aber sogar Warmwasser und Klimaanlage. Nach kurzem Check-In wollte ich gleich den Mekong sehen.

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Blick über den Mekong nach Laos

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Anscheinend werden viele Waren von Thailand nach Laos transportiert

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Der Bootssteg in Mukdahan von dem aus man mit dem Boot nach Laos kommt (zumidest Thai und Lao Nationals)

Wir haben uns dann schon einmal bei der immigration schlau gemacht was man alles benötigt um in Laos einreisen zu dürfen. Tatsächlich genügt für Thailänder die ID-Card, mit dem man einen “temporary border pass” erhält. Und siehe da, auch der gute alte Country-Rocker Aed Carabao war schon mal hier:

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Aed Carabao’s Visaantrag für Laos

An diesem Tag wollten wir nicht mehr viel machen, die Stadt ein wenig anschauen und relaxen. Bald entdeckte ich das Beer Lao das ich sofort mal probieren musste:

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Beer Lao: Schmeckt mir besser als Chang oder Singha..

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Ein sehr gutes Restaurant in Mukdahan, man geht vom Bootsteg Richtung Stadt, nach 100m links



 in Wohin nun? Laos?

Ubon Ratchathani

Wir standen morgens nicht zu spät auf. Um 9 Uhr schaute ich schon mal aus dem Hotelfenster über Ubon.
Nachdem wir mit Frühstücken fertig waren gingen wir erstmal raus und die Strasse entlang. Da wir nur zufällig hier gelandet sind hatten wir auch keine Ahnung was man sich anschauen könnte. Deswegen fragten wir einen Tuktuk-Fahrer, der uns dann in den darauffolgenden Stunden die Stadt zeigte.

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Der morgentliche Blick über Ubon (aus dem Laithong Hotel)

Unser erstes Ziel führte uns zu einem Wat etwas ausserhalb der Stadt. In Mitten eines Sees hat man hier einen Tempel auf einem Schiff gebaut. Dies war ein sehr eindrucksvoller erster Anblick.

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Auch auf dem Gelände des Wat baute man ein hölzernes Schiff

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Eine Art Glockenturm

Mit unserem Tuktuk-Fahrer ging es dann weiter durch die Stadt an einen See, der in Richtung Osten liegt. Die Stadt hat zwar über 200.000 Einwohner, es wirkt aber trotzdem alles wie ein idyllisches kleines Städtchen. Auf jeden Fall ist Ubon touristisch noch sehr unerschlossen. Farrangs sieht man nur sehr selten, im Laithong Hotel sahen wir ein paar asiatische Touristen.

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Mit unserem TukTuk Fahrer durch Ubon Ratchathani

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Noch ein paar Eindrücke der Stadt…

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Thung Sri Muang Park…

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… mit der Candle Statue of Great Honor

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Auch in Ubon wird überall fleißig Wahlwerbung betrieben

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Am Ufer des Mae Nam Mun, der in den Mekong mündet

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Junge Novizen beim Reinigen im Wat Supattanaram

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 in Ubon Ratchathani



 in Ubon Ratchathani

Im Zug Richtung Ubon Ratchathani

Von der Hochzeit Khun Dusit’s fuhren wir zum Bahnhof in Nakhon Ratchasima etwa 15 Minuten. Als wir dort ankamen musste uns der Ticketverkäufer enttäuschen, dass es im Zug nach Nongkhai keine freien Plätze mehr gibt. Dies störte uns aber nicht, da er uns dafür Plätze im Zug nach Ubon anbieten kann. Ubon liegt zwar in der anderen Richtung, im Osten, aber es war jedenfalls auch eine Stadt die wir uns ansehen wollten. Ausserdem fuhr der Zug bereits in 10 Minuten los, sodass wir garnicht lange warten mussten.
Die Zugfahrt selbst verlief ein wenig lang. Wir hatten Sitzplätze in der 3. Klasse, der Holzklasse, da den Sitzen die Polsterung fehlt. Um 21:15 fuhren wir von Nakhon Ratchasima ab und um zirka halb vier uhr morgens kamen wir in Ubon Ratchathani an. Die über sechs Stunden Zugfahrt kamen uns sehr lang vor. Aber ich konnte dafür immer wieder aufstehen um Eine rauchen zu gehen.
Im Zug fragten wir noch jemanden nach einem Hotel in Ubon. Damit waren wir in diesem Punkt nicht auf spätere Taxifahrer angewiesen. Vom Bahnhof aus fuhren wir knapp 15 Minuten zum Laithong Hotel. Vom schönen Zimmer waren wir beide gleichfalls beeindruckt. Nachdem wir letztens auf sehr hartem Unterboden schliefen war diese weiche Matratze genau das richitge.



 in Im Zug Richtung Ubon Ratchathani

Eine thailändische Hochzeit Teil II

Während wir Gäste der Hochzeit ein wenig schlafen konnten, mussten andere schon sehr viel früher aufstehen. Für den Bräutigam bedeutete dies 3 Uhr nachts, um alle Vorbereitungen zu treffen. Als wir um sieben aufstanden und die Treppe hinuntergingen, waren bereits die Mönche anwesend.

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Das zukünftige Ehepaar beim Beginn der Zeremonie

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Hier konnte man etwas Reis in jede Schale geben, die dann die Mönche bekommen

 in Eine thailändische Hochzeit Teil II

Nach dieser ersten Zeremonie gings zum elterlichen Haus des Bräutigams. Dort warteten wir noch ein wenig bis wir dann um neun Uhr gemeinsam mit den Gaben (Essen) für die Eltern der Braut losgingen.

 in Eine thailändische Hochzeit Teil II

Bei thailändischen Hochzeiten gibt es auch noch eine Besonderheit, die den Mann betrifft. Er muss nämlich für die Braut Geld an die zukünftigen Schwiegereltern bezahlen, das sogenannte Sinsot. Die Summe wurde schon vorher ausgehandelt. Manche Schwiegermütter bestehen darauf das Geld zu behalten, andere lassen es nach der Zeremonie dem Brautpaar zukommen. Aber die Gäste erfahren dies natürlich nicht. Für seine zukünftige Frau musste unser Arbeitskollege 400.000 Baht bezahlen, hinzu kommen noch 10 Baht (hier als Gewichtseinheit = 15,16 gramm) an Gold, das die Braut stolz trägt.

Da diese ganze Feierlichkeit viel kostet ist es auch üblich dem Brautpaar Geld in einem Kuvert zu geben. Wir hatten uns entschieden je 1.000 Baht zu geben. Aber im Nachhinein denke ich dass das vielleicht zu wenig war. Bevor man das Geld in einen Kasten legt, hat man noch Gelegenheit (geweihtes?) Wasser über die Hände von Braut und Bräutigam zu gießen und ihnen Glück für die Zukunft zu wünschen.

 in Eine thailändische Hochzeit Teil II

Während die Gäste dann langsam abzogen und unsere Arbeitskollegen die nächsten Bier (und nun auch Whiskey) öffneten, beschlossen Gaan und ich ein wenig spazieren zu gehen. Sie war noch nie im Isaan und wollte schon immer einmal sehen wie die Menschen hier leben. Einmal mehr muss ich als Farrang ihr etwas von Thailand zeigen Icon Smile in Eine thailändische Hochzeit Teil II

 in Eine thailändische Hochzeit Teil II
Die Landschaft hier ist schon wunderschön, besonders um diese Jahreszeit ist alles grün

 in Eine thailändische Hochzeit Teil II
…und ein wenig Abenteuer hatten wir auch noch.

Wir kamen nach drei Stunden Spaziergang aber immer noch rechtzeitig genug um weiter zu feiern. Abends fand noch ein großes Fest statt, mit Musik, Essen und noch mehr Alkohol.

 in Eine thailändische Hochzeit Teil II
Das Brautpaar und Eltern..

Gaan und ich mussten dann um acht Uhr los Richtung Bahnhof. Wir wollten noch an diesem Abend weiterfahren in unseren Urlaub, während die anderen dann wieder zurück nach Rayong fuhren. Die Hochzeitsfeier war ein richtig schönes Erlebnis, wenngleich ich sehr froh war nicht selbst der Bräutigam zu sein…