Hm, so wenig wie die letzten Tage saß ich bestimmt schon seit Jahren nicht mehr vor dem Computer. Eigentlich bin ich die ganze Zeit unterwegs, Freunde besuchen und neue Leute kennenlernen. Mein Freund Matthias hat mir schon sehr viel geholfen und mir ein schönes Appartment für kleines Geld besorgt. Hier hab ich alles was ich brauche. Aber dazu dann noch mehr, erstmal von vorn…
Mein Flug mit Air China von München über Peking nach Bangkok war ganz gut. Im Flugzeug hätte ich eigentlich einen freien Platz neben mir gehabt, aber eine kleine Chinesin wollte sich zu mir setzten, nichts dagegen. Die war mit ihren Arbeitskollegen in Nürnberg und flog nun zurück nach Xiamen 厦门市 (ausgespr. Siam). Soll eine schöne Stadt (wurde vor kurzem für die sauberste Stadt Chinas befunden) auf einer Insel vor der Küste Chinas sein, dorthin eingeladen wäre ich nun schon mal. Witzig fand ich, dass die junge Frau Tina Chen heisst. Tina Chen ist auch der Name einer Schauspielerin die in Arlo Guthrie’s Alice’s Restaurant mitspielte.

A330 der Air China am Munich Airport

Schöne Aussicht auf einen Sonnenuntergang der nicht wirklich endete…

…denn über dem Nordpol war es die ganze Nacht hell. Soetwas habe ich vorher noch nicht gesehen. Wirklich sehr schön.

Chinesisches Yan Jing Bier, nicht schlecht.

Landeanflug in Peking, man beachte die tolle Fernsicht
H1N1
Am Gate wurde es dann richtig lustig. Schon vorab mussten wir einen Zettel ausfüllen, in welchen Ländern wir in den letzten 7 Tage waren (natürlich Mexiko! Haha…), ob wir ungewöhnliche Symptome hätten etc. Doch dann wurde bei ein jedem Passagier noch die Körpertemperatur gemessen. Wollte schon die Hose runterlassen, aber es geschah nicht rektal sondern berührungslos mit irgendsoeinem Spezialgerät. Auch die ganzen chinesischen Passagiere hatten ihren Spass, besonders als eine Arbeitskollegin von denen tatsächlich eine erhöhte Körpertemperatur hatte. Die wurde sofort zu Boden geworfen und abgeführt… Nein, Blödsinn, der 2. Test passte dann auch.
Jedenfalls sehr lustig wie diese “Quarantine Officers” da durchs Flugzeug gingen.

Nach dieser ersten Kontrolle im Flugzeug gab es tatsächlich noch 2(!) weitere Sicherheitskontrollen wegen H1N1 bevor man durch die Passkontrolle kam.
Erstaunt war ich dann, dass es für den internationalen Transfer nur zwei Schalter gab. Für ein deutsches Pärchen in meinem Alter war dies besonders blöd, da sie keine Chance hatten ihren Anschlussflug nach Tokyo zu erreichen. Bei mir war dies kein Problem, musste ohnehin sieben Stunden auf meinen Flug nach Bangkok warten.
Nach dieser Passkontrolle ging es dann noch durch den “normalen” Securitycheck, wobei mir das Feuerzeug das mir Bernd und Julia schenkten abgenommen wurde. Keine Feuerzeuge erlaubt am Peking Capital!
Nach diesem fünften und vorerst letzten Sicherheitscheck hatte ich erstmal Ruhe. Der Flughafen, also das Terminal 3, ist ansonsten wirklich schön und sehr sauber. Top ist, dass es kostenloses Breitband Wi-Fi gibt. Damit waren auch Videogespräche mit Skype möglich.
Eine meiner ersten Stationen war nach 11 Stunden Entzugeine Raucherkabine. Da Feuerzeuge ja nicht erlaubt sind gibt es Zigarettenanzünder wie im Auto. Ich sah nur einmal einen mit Feuerzeug, der war ausgerechnet von der Flughafenfeuerwehr

Hier noch die 737-800 mit der es nach Bangkok ging.
Der Flug Peking-Bangkok verging recht schnell, obwohl es doch auch fünf Stunden waren. Warum es aber kein Bier und auch sonst keinen Alkohol gab verstanden ich und mein thailändischer Sitznachbar nicht ganz. Egal, mai pen arrai na khap…
Auch in Bangkok mussten wir wieder einen H1N1 Fragebogen ausfüllen und auch hier hatte man Thermalkameras installiert. Die Immigration Officers arbeiteten dann ziemlich zaghaft und nahmen sich für jeden viel Zeit ihn zu überprüfen. Ich war dagegen in nichtmal einer Minute durch, ob es wohl wiedereinmal daran liegt, dass ich einen “Wai” mache und Sawadi khap sage, während andere entnervt dreinschauen?
Naja, so far so good, arrived in Bangkok.








