Archive for June, 2009
Bangkok, Saphan Phut, Khao San…

Genächtigt hatte ich die ersten paar Tage in Bangkok in der Asia Residence in Bangkapi. Same same, wie immer, schöne saubere Zimmer und bei einem Preis von 490 Baht (ca. 10€) kann man nicht meckern. Klar gehts billiger auch noch, aber da müsste ich dann vielleicht wieder mehr fürs Taxi bezahlen. Würde sich unterm Strich also nicht rentieren.

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Asia Residence in Bangkapi, Soi Happyland 2

Gut ausgeschlafen aber trotzdem früh aufgestanden bestellte ich mir nun erstmal mein geliebtes Laab Muu. Einfach herrlich so lecker ist das. Scharf darf es auch ruhig sein, das rächt sich ja erst am nächsten Tag (auf der Toilette Icon Smile in Bangkok, Saphan Phut, Khao San... )

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Nach diesem guten Essen musste ich leider bemerken dass ich ein kompletter Vollidiot bin. Wo ist meine Bankomatkarte? Alles durchsucht, einfach alles, aber mir wurde schon langsam klar, dass ich sie wohl am ATM am Flughafen vergessen hatte. Wenigstens wusste ich noch, dass hinter mir niemand war (kam um 2 Uhr früh an) der sie geklaut haben könnte. Warum nur kommt bei den thailändischen ATM’s das Geld zuerst und die Karte erst dannach raus? Ist doch komplett unlogisch.

Naja, Taxi rangewunken und schnellst möglich zum Flughafen. Dabei hatte ich einen wirklich netten Taxifahrer. Der war auch schon mal in Wien und schwärmte von Schloß Schönbrunn und dem Steffl. Nun ist er Taxifahrer, arbeitet aber an einem eigenen Projekt im Bereich Wasserwiederaufbereitung und Klärtechnik. Wer die Doku “Thailand – Der Preis für sauberes Wasser” kennt, weiß wie dringend solche Anlagen in Thailand und speziell in Bangkok notwendig sind.

Die Mitarbeiter der TMB (Thai Military Bank) waren dann sehr hilfsbereit und freundlich. Es kam sogar jemand mit Schlüssel und öffnete den ATM. Leider war meine Karte nicht mehr dabei, die sei wahrscheinlich schon in der Zentrale. Zurück bekomme ich sie nicht mehr. Gut, die Karte ist bereits gesperrt (kostete 36€, verdammt!) und mit der Visa-Kreditkarte kann ich pro Monat auch 1000€ ziehen. Soviel brauche ich eh bei weitem nicht. Ärgerlich ja, aber “som na na”, da bin ich halt selber schuld.

Tag 1 in Bangkok, für mich ganz klar dass ich da meine Freundin (nicht Girlfriend!) Kwan anrufe. Kenne sie seit meiner ersten Reise ins Land des Lächelns. Sie möchte sich mit mir in der Khao San Road treffen, die Nummer 1 Location für Backpacker aus der ganzen Welt hier in Bangkok.

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Blick Richtung Pratunam, im Hintergrund der Bayoke 2, Thailands höchstes Gebäude

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Ein erster Blick in die Khao San Road, in der ich nur einmal vor drei Jahren kurz durchspaziert bin

Kwan sieht wie immer gut aus und wir freuen uns uns wieder mal zusehen. Sie hatte gerade die Uni abgeschlossen und arbeitet nun als Lehrerin in einer Militärschule in Chiang Mai. Da werde ich sie natürlich auch noch besuchen, aber mal sehen ob man mich da überhaupt rein lässt.

Wir fuhren nun ber Sammeltaxi zum Saphan Phut Pier am Chao Phraya. Dort trafen wir ihre neue Freundin (ja Kwan steht auf Frauen Icon Smile in Bangkok, Saphan Phut, Khao San... ). Ihre Freundin ist wirklich eine ganz liebe mit einem tollen, sympathischen Lächel. Allerdings ist sie ziemlich dick, naja sie ist auch Küchenchefin in einem 5-Sterne Resort…

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800px-Bkksaphanphut0609 in Bangkok, Saphan Phut, Khao San...
Hab mir hier mal ein Foto aus den Wikipedia Commons ausgeliehen, damit man diese schöne Brücke auch ganz erkennen kann. Mehr Infos findet man bei Wikipedia

Mit Tuktuk ging es dann weiter in ein kleines verstecktes Restaurant direkt am Chao Phraya. Von dort hat man nicht nur eine wunderbare Sicht auf das Wat Arun, sondern bekommt auch richtig leckeres Essen auf den Tisch.

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Dann sind wir wieder in die Khao San Road ein paar Biere trinken. Ist schon lustig da zu sitzen und sich das Treiben anzusehen. Sowas mache ich auch in der Walking Street in Pattaya hin und wieder mal gerne.

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Dieser betrunkene Irishman machte sich übrigens bei dem Blumenmädchen nicht gerade beliebt. Ich habe dann ein wenig mit ihr gequatscht und muss ihr wohl gefallen haben. Habe jedenfalls vorher noch nie von einem Blumenmädchen eine Rose geschenkt bekommen Icon Smile in Bangkok, Saphan Phut, Khao San...

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Und hier noch speziell für Julia ein Foto…

Ladyboy or not?

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Kleiner Einwurf: Lovely Thai Girls…

Traf gerade zusammen mit Matthias den Fred und seine Frau. Fred kommt auch aus Innsbruck und ist nun seit ein paar Jahren hier in Thailand. Zuerst hatten wir gutes Essen für wenig Geld, dann spazierten wir etwas die Strandpromenade entlang. Alles komplett leer, keine Touristen. Egal ob Bar, Restaurant oder sonstwas, alles leer hier. Wirtschaftskrise und die thailändische politische Situation…

Ein paar hundert Meter weiter sind wir in die Soi White House etwas trinken. Eigentlich alles Bier Bars, wo Thai Ladies auf Touristen warten. Aber wie gesagt, davon gibt es keine. Warum ich das jetzt aber schreibe ist wieder so ein Erlebnis, ein Schicksal besser gesagt. Eine Thai in der Bar in der wir Platz nahmen war so bildhübsch und hatte eine Ausstrahlung wie ich sie wirklich nur sehr selten zuvor sah. Leider hatte ich keinen Fotoapperat dabei, aber soll auch komplett egal sein.

Ihr name ist Phon, 24 Jahre und ausnahmsweise nicht aus dem Isaan. Zwei Kinder hat sie, eins 2 Jahre, das andere 4 Jahre und schwerst behindert. Der Vater der Kinder hat sie rausgehauen und wahrscheinlich wie für viele Thai-Machos üblich vorher noch ordentlich verdroschen. An ihrem linken Unterarm hat sie zahlreiche Schnittnarben. Ich brauche wohl nicht weiter erklären. Nun ist sie dank wegen einer Bekannten aus ihrem Dorf seit etwa einem Monat hier in Jomtien. Englisch sprechen kann sie (noch) überhaupt nicht. Monatslohn 2,500 Baht, zirka 60€. Was sie wohl sucht ist ein guter Mann, jemand der sich um sie kümmert, etwas Glück nach viel Unglück. Ob sie den jedoch in einer Bar in Jomtien finden wird, meine Zweifel sind nicht unberechtigt.

Ihr helfen kann ich nicht. Aber,

Warum ist in dieser Welt ein gutes Herz wie das ihre an Wert nicht genug?

Chok dee nong Phon!

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Hm, so wenig wie die letzten Tage saß ich bestimmt schon seit Jahren nicht mehr vor dem Computer. Eigentlich bin ich die ganze Zeit unterwegs, Freunde besuchen und neue Leute kennenlernen. Mein Freund Matthias hat mir schon sehr viel geholfen und mir ein schönes Appartment für kleines Geld besorgt. Hier hab ich alles was ich brauche. Aber dazu dann noch mehr, erstmal von vorn…

Mein Flug mit Air China von München über Peking nach Bangkok war ganz gut. Im Flugzeug hätte ich eigentlich einen freien Platz neben mir gehabt, aber eine kleine Chinesin wollte sich zu mir setzten, nichts dagegen. Die war mit ihren Arbeitskollegen in Nürnberg und flog nun zurück nach Xiamen 厦门市 (ausgespr. Siam). Soll eine schöne Stadt (wurde vor kurzem für die sauberste Stadt Chinas befunden) auf einer Insel vor der Küste Chinas sein, dorthin eingeladen wäre ich nun schon mal. Witzig fand ich, dass die junge Frau Tina Chen heisst. Tina Chen ist auch der Name einer Schauspielerin die in Arlo Guthrie’s Alice’s Restaurant mitspielte.

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A330 der Air China am Munich Airport

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Schöne Aussicht auf einen Sonnenuntergang der nicht wirklich endete…

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…denn über dem Nordpol war es die ganze Nacht hell. Soetwas habe ich vorher noch nicht gesehen. Wirklich sehr schön.

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Chinesisches Yan Jing Bier, nicht schlecht.

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Landeanflug in Peking, man beachte die tolle Fernsicht Icon Wink in Munich-北京首都国际机场-ท่าอากาศยานสุวรรณภูมิ

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H1N1
Am Gate wurde es dann richtig lustig. Schon vorab mussten wir einen Zettel ausfüllen, in welchen Ländern wir in den letzten 7 Tage waren (natürlich Mexiko! Haha…), ob wir ungewöhnliche Symptome hätten etc. Doch dann wurde bei ein jedem Passagier noch die Körpertemperatur gemessen. Wollte schon die Hose runterlassen, aber es geschah nicht rektal sondern berührungslos mit irgendsoeinem Spezialgerät. Auch die ganzen chinesischen Passagiere hatten ihren Spass, besonders als eine Arbeitskollegin von denen tatsächlich eine erhöhte Körpertemperatur hatte. Die wurde sofort zu Boden geworfen und abgeführt… Nein, Blödsinn, der 2. Test passte dann auch.
Jedenfalls sehr lustig wie diese “Quarantine Officers” da durchs Flugzeug gingen.
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Nach dieser ersten Kontrolle im Flugzeug gab es tatsächlich noch 2(!) weitere Sicherheitskontrollen wegen H1N1 bevor man durch die Passkontrolle kam.

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Erstaunt war ich dann, dass es für den internationalen Transfer nur zwei Schalter gab. Für ein deutsches Pärchen in meinem Alter war dies besonders blöd, da sie keine Chance hatten ihren Anschlussflug nach Tokyo zu erreichen. Bei mir war dies kein Problem, musste ohnehin sieben Stunden auf meinen Flug nach Bangkok warten.
Nach dieser Passkontrolle ging es dann noch durch den “normalen” Securitycheck, wobei mir das Feuerzeug das mir Bernd und Julia schenkten abgenommen wurde. Keine Feuerzeuge erlaubt am Peking Capital!

Nach diesem fünften und vorerst letzten Sicherheitscheck hatte ich erstmal Ruhe. Der Flughafen, also das Terminal 3, ist ansonsten wirklich schön und sehr sauber. Top ist, dass es kostenloses Breitband Wi-Fi gibt. Damit waren auch Videogespräche mit Skype möglich.

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Eine meiner ersten Stationen war nach 11 Stunden Entzugeine Raucherkabine. Da Feuerzeuge ja nicht erlaubt sind gibt es Zigarettenanzünder wie im Auto. Ich sah nur einmal einen mit Feuerzeug, der war ausgerechnet von der Flughafenfeuerwehr Icon Smile in Munich-北京首都国际机场-ท่าอากาศยานสุวรรณภูมิ

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Hier noch die 737-800 mit der es nach Bangkok ging.

Der Flug Peking-Bangkok verging recht schnell, obwohl es doch auch fünf Stunden waren. Warum es aber kein Bier und auch sonst keinen Alkohol gab verstanden ich und mein thailändischer Sitznachbar nicht ganz. Egal, mai pen arrai na khap…

Auch in Bangkok mussten wir wieder einen H1N1 Fragebogen ausfüllen und auch hier hatte man Thermalkameras installiert. Die Immigration Officers arbeiteten dann ziemlich zaghaft und nahmen sich für jeden viel Zeit ihn zu überprüfen. Ich war dagegen in nichtmal einer Minute durch, ob es wohl wiedereinmal daran liegt, dass ich einen “Wai” mache und Sawadi khap sage, während andere entnervt dreinschauen?

Naja, so far so good, arrived in Bangkok.