Nachdem sich letztes Jahr September bereits das H1N1-Virus (”Schweinegrippe”) in mir breit machte, habe ich nun auch noch Dengue Fieber bekommen. Doch während die Sache mit H1N1 letztes Jahr echt schmerzhaft war (ich dachte echt ich müsste verrecken), bereitet mir Dengue Fever immer Freude. Ja, ich spreche natürlich von der Musik-Band und nicht von der Infektionskrankheit.
Diesen musikalischen Tipp habe ich meinem Freund Edgar zu verdanken. Er ist im Innsbrucker Programmkino Cinematograph Filmvorführer (ihm habe ich es schon zu verdanken den Kultfilm “El Topo” sehen zu dürfen). Anfang diesen Jahres kam dann der deutsche Film “Same Same but Different” in die Kinos. Gesehen habe ich ihn bisher leider nur kurz vom Filmvorführraum aus (war echt lustig so einen Ausschnitt zu sehen, wo ein junger Farrang die thailändischen Frauen erklärt und sagt, die, Zitat:”braunsten” kommen aus Buriram. Da kam meine erste Liebe, Gai, her, die Gegend kenne ich ganz gut).
Nun denn, während der Film im Saal lief, saßen wir gemütlich im Foyer und Edgar lies Dengue Fever laufen, die ein paar Lieder Soundtrack zu dem Film beisteuerten. Musikalisch ist Dengue Fever ein Crossover aus psychedelischem Rock und traditionellen Khmer-Liedern. Will nicht mehr dazu schreiben, kann man alles bei Wikipedia nachlesen. Ich liebe diesen Musikstil jedenfalls. Schon allein die Khmermusik höre ich gerne, aber dieser spezielle Stil ist einfach etwas besonderes. You must listen leo na!
Eines ist auf jeden Fall klar, wenn ich in Thailand bin brauche ich immer einen fahrbaren Untersatz. Wenn ich nur immer lokal unterwegs wäre könnte ich auf die Songthaewos oder Motorbike-Taxis zurückgreifen. Aber da einige Freunde von mir kilometerweit entfernt wohnen, an Orten wo es keine Taxis mehr gibt, wäre das mühselig und teuer. Ausserdem ist man mit eigenem (bzw. gemietetem) Gefährt flexibel und kann auch mal eine kleine Tagestour machen.
Die Frage “Mieten oder Kaufen?” kann ich mir eigentlich selbst beantworten. Auch wenn ich mein Motorbike (Yamaha Nuovo) für 2200 Baht im Monat miete, rechne ich alles zusammen was ich bisher Vermietern gezahlt habe, wäre sich bereits eine neue Honda CZ-i ausgegangen. Das Argument was hier viele Farrangs entgegenen, was man mit dem Motorbike mache wenn man nach Hause fliegt, entfällt, kann es bei genug Freunden abstellen.
Nun habe ich im Internet mal eine Seite mit aktuellen Listenpreisen für Thailand gefunden (Dabei festgestellt dass es sogar KTM’s in Thailand zu kaufen gibt, Preise aber jenseits von gut und böse sind). Honda’s Wave (das weltweit bisher meistverkaufte Kraftfahrzeug) oder Honda’s CZ-i fangen da bei 36.500 Baht an. Bei gutem Wechselkurs 750€. Die CZ-i ist nicht nur wegen des günstigen Preises interessant, sondern auch der Benzinverbrauch ist aussergewöhnlich niedrig. Mein Freund Michael (ex-Mechaniker und Brennstoffzellenforscher bei Merzedes) hat bei seiner CZ-i einen Durchschnittswert von unter 1,8 Litern pro 100 Kilometern. Dabei transportiert er regelmäßig bis zu 7 Kisten Bier + 4 Palleten Sodawasser (man glaubt es nicht wenn man es nicht selbst gesehen hätte!).
Eine andere Alternative als direkt neu zu kaufen sind Auktionen. SIA (Siam Inter Auction) veranstaltet regelmäßig einmal pro Woche am Freitag in der Soi Tephrasit Motorbike Versteigerungen. Die Bikes kommen z.B. von Leuten die die monatlichen Raten nicht mehr zahlen können. Allerdings finden sich hier leider zu geschätzten 80 Prozent Automatik-Bikes (CVT’s).
So oder so, lieber früher als später will/sollte ich mir ein eigenes Motorbike kaufen. (Wäre da nicht gerade wegen den Griechen der Scheiss Wechselkurs, me angry mak mak!!)
So etwas will ich nicht, aber schön zum ansehen. War bei einer Bike Präsentation im SoHo Süd Pattaya.
Mittlerweile ist Songkran für heuer wieder vorbei. Hier in Pattaya dauerten die Neujahrsfeierlichkeiten fast eine ganze Woche. Dabei habe ich es fast immer geschafft den Wasserschlachten aus dem Weg zu gehen und fast trocken zu bleiben. Hin und wieder passierte es aber doch, dass ich auf dem Motorbike fahrend eine Schüssel Wasser ins Gesicht bekam. Ziemlicher Adrenalinschock. Ein paar Fotos…
Zwei Fotos von Pattaya bei Nacht die ich eigentlich schon letztes Jahr gemacht hatte. Fotografiert habe ich von Süd-Pattaya aus, am Hügel vom Wat Khao Phra Pat (วัด เขาพระบาท). Das zweite Bild von Naklua (die Gegend wo ich wohne) erinnert fast schon ein wenig an Las Vegas. Seit diese Aufnahmen entstanden sind, wurden bereits neue Hotel- und Condominiumanlagen gebaut. “Traditionell” ist Naklua stark von Deutschen bewohnt, in den letzten Jahren zieht es aber immer mehr Russen in diese Gegend. Seit kurzem gibt es hier auch eine russisch-orthodoxe Kirche.
Eigentlich wollte ich schon längst wieder mal was über Thailand schreiben, aktuell gibt’s ohnehin genug Diskussionsstoff. Doch zuerst muss ich noch etwas über das in dieser Woche bei wikileaks.org aufgetauchte On-Board Video eines AH-64 Apache beim Einsatz in Bagdad schreiben. Es ist schon sehr heftig wenn man sich das Video zu diesem “Kollateralmord” ansieht. Vor allem wie die Soldaten lachen als der Humvee über die Leiche eines Mannes fährt und auch sonst blöde Witze machen. Das Video kann man sich direkt bei wikileaks.org oder unten ansehen.
Nachdenklich machte mich dieses Video auch noch anders. Ich bin ein großer Fan der Computerspiele Modern Warfare 1 und 2. In beiden Teilen gibt es Missionen in denen man von einem AC-130 Spectre “Gunship” aus Feinde am Boden zielgenau abknallen kann.Ziemlich realistisch wie das Video unten zeigt. Tja, wie hieß es in Fallout 3… “Krieg, Krieg bleibt immer gleich“