Archive for May, 2010
Unter den Rothemden in Bangkok

Während bei den Rothemden in Pattaya meist nur Musik gespielt und gefeiert wurde, herrscht in Bangkok nach wie vor eine ganz andere, düstere und gespannte Stimmung in der Luft. Es ist nur ein paar Tage her, als wieder zwei Polizisten ermordet wurden. Das Blut klebt noch auf den Straßen, die Blockaden der Rothemden sind stabil und weite Teile unter ihrer Kontrolle – will man hinein in ihr Lager wird man durchsucht. Einen Tag bevor die Regierung das Militär veranlässt die besetzten Gebiete komplett abzuriegeln mache ich mich auf ins Herzen der roten Demonstranten.

Von Pattaya kommend ist das erste Ziel immer gleich, das östliche Busterminal in Ekamai. Von dort aus fahre ich mit einem der alten klapprigen 71er Busse nach Ramkhamhaeng im mir sehr gut bekannten Bezirk (Khet) Bangkapi. Dort liegt die größte Universität Thailands mit über 600,000 Studierenden landesweit. Hier ist alles ruhig, keine Militärs, keine Polizisten (abgesehen der normalen Verkehrsstreifen) und keine Rothemden. Der Campus ist grün und man kann, sofern man vom starken Verkehr und der immer herrschenden Hektik absieht, der Situation eine gewisse Idylle zugestehen. Als ich mich mit Freunden zum Kaffee treffe ist die Meinung einheitlich – die Rothemden sollen verschwinden, zurück in den Isaan, den ärmeren nordöstlichen Teil Thailands in dem die Rothemden ihre politische Basis haben. Scherzhaft wird eingewendet, viele seien doch nun eh schon wieder zurück in den Isaan. Die Zeit den Reis auszusähen sei ja gekommen. Lachen in der Runde.

In Bangkapi muss ich noch etwas Essen und gehe zu meiner Lieblings “Suppenmutti”. Nach fast zwei Jahren erinnert sie sich immer noch an mich, freut sich und meint ich sei dick geworden – phom kin tom yam chang mak mak – entgegne ich (soll heißen ich trinke  zu viel Bier), und sie lacht. Nun wird es aber Zeit in die Innenstadt zu fahren. Von hier aus gibt es nur ein schnelles, bequemes und günstiges Transportmittel, die Khlongboote. Für 17 Baht werde ich in einer halben Stunde im Zentrum der Roten sein. Mein Ziel heisst Chit Lom. Bereits einige Bootshaltestellen vorher sehe ich die ersten Soldaten, bewaffnet mit den neuen israelischen TAR-21 Sturmgewehren die gerade als Ordonanzwaffen die alten M-16 Gewehre ablösen. Vor einigen Wochen fielen 500 Stück dieser Spezialwaffen in die Hände der Rothemden. Der Verbleib von 300 Stück ist noch immer nicht geklärt.

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Ich bin nun vorsichtiger mit fotografieren, besonders von Menschen, schließlich ist es mir in Thailand nicht nur einmal  passiert, dass ein Polizist oder Sicherheitsmann mir meine Kamera aus der Hand nahm und ich Bilder löschen musste.

Am Bootspier Chit Lom steige ich aus und gehe hinauf zur Brücke die über den Khlong führt. Hier sehe ich einen ersten Vorposten, eine bereits aufgegebene Barrikade aus alten Autoreifen, scharfen Bambusstecken und Stacheldraht.

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Es geht nun weiter zur Sukhumvit Road. Hier halten die Rothemden noch Stellung. Ich gebe mich als nichtsahnender Tourist aus, lasse mich kontrollieren und darf die besetzten Gebiete betreten. Die großen Hotels und Shoppingcenter für die Reichen haben hier bereits seit Wochen geschlossen. Neben privaten Sicherheitskräften bewachen auch Polizisten die Tempel der High-Societies dieser Welt vor Plünderung. Reich neben arm. Auch wird mir nun ganz klar auf welcher Seite die Polizisten stehen. Rote Halstücher haben sie sich umgebunden, darauf zu lesen “Provincial Police for peace – Region 4″.

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In den besetzten Gebieten unter der Skytrain, der Bangkoker Hochbahn, harren sie aus. Männer, Frauen und Kinder. Sie haben Schlafplätze, es werden in großen dampfenden Töpfen Suppen gekocht und es gibt Stellen um sich zu waschen. Wüsste man es nicht anders könnte man von einem mehrtägigen Musikfestival ausgehen. Doch dann sehe ich wieder die vielen aufgehängten Bilder, Fotos der Geschehnisse der letzten Wochen. Dass hier keine Fotos der erschossenen und bei Anschlägen getöteten Soldaten und Zivilisten hängen ist verständlich, jedoch auch nichts weiter als einseitige Propaganda.

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Schließlich komme ich am östlichen Siam Suare (Intersection Sukhumvit/Ratchaphrasong) an. Dort steht auf einer großen Bühne einer der Führer der Rothemden, auf seinem T-Shirt ein Bild Mahatma Gandhi’s mit dem Schriftzug “cool like Gandhi”. Über ihm ein großes rotes Banner auf dem “peaceful protestors, not terrorists” zu lesen ist.

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Was viele Thailänder mit denen ich spreche auch sehr verstört, ist die Tatsache dass nicht wenige buddhistische Mönche sich bei den Protesten der Rothemden beteiligen. Es passierte vor ein paar Wochen sogar eine recht amüsante Situation. Die Rothemden stellten die Mönche an die vorderste Front, ihnen gegenüber das Militär. Der Sinn sollte darin bestehen, dass ein Soldaten natürlich nie einen Mönch zurückträngen oder gar schlagen würde. Es kam aber anders, das Militär veranlasste die weiblichen Soldatinnen an deren vorderste Front zu stellen. Ein buddhistischer Mönch darf nämlich unter keinen Umständen jemals eine Frau berühren. So mussten die Mönche mit jedem Schritt den die Soldatinnen vorantraten einen Schritt zurücktreten.

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Vor meinem Rückweg nach Pattaya fahre ich noch in die Silom Road. Hier kam es in den letzten Wochen auch zu schweren Auseinandersetzungen. Bereits vom Skytrain aus sehe ich das große Lager der Rothemden im Lumphini-Park. Ein Durchkommen ist hier nicht möglich, selbst der Skywalk (ein Gehweg unterhalb der Skytrain und über den Strassen) ist mit Stacheldraht abgeriegelt. Davor wachen Soldaten der Royal Thai Army mit Schrotflinten und Sturmgewehren.

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Es wird sich zeigen wie die Proteste weitergehen und wie lange sie noch dauern. Die Regierung Abhisit hat nun beschlossen (12.05.2010) die Zugänge zu den besetzten Gebieten abzuriegeln und die Rothemden auszuhungern. Diese wiederum zeigen sich davon wenig beeindruckt und wollen erst abziehen wenn die Regierung Abhisit die Verantwortung für die toten Demonstranten übernimmt. Würden dann etwa auch die Führer der Rothemden, allen voran der flüchtige Verbrecher und Ex-Premierminister Thaksin Shinawatra die Verantwortung für die ermordeten Soldaten und Zivilisten übernehmen?

Die Rothemden sind politisch nicht links!

Sehr erschreckend fand ich einen Artikel den ich bei de.indymedia.org fand. Die unabhängige Indymedia-Plattform, die ich ansonsten sehr schätze, kann man ohne weitere Einschränkung als politisch linksgerichtet bewerten. Es gibt dort zahlreiche sehr gut geschriebene Artikel. Früher habe ich mich auch selbst aktiv ein wenig mit diesem Netzwerk beschäftigt (Es gibt übrigens noch formal eine imc-thailand, die ist allerdings meines Wissens schon seit mehreren Jahren nicht mehr aktiv).

Als Betrachter von aussen könnte man bei den Rothemden verständlicherweise leicht davon ausgehen es handle sich um linke Oppositionelle. Die Farbe stimmt, sie kommen aus den unteren armen Klassen (Stichwort Klassenkampf Icon Smile in Die Rothemden sind politisch nicht links! ), sie demonstrieren gegen die Regierung, gegen ihre Anführer werden Haftbefehle erlassen, das Militär schreitet ein. Die Propaganda der Rothemden ist gut. So gut dass bei Indymedia ein Artikel erscheint in dem ich lese:

Internationale Solidarität für unsere Genossen in Thailand!

Genossen? Welche Genossen? Der Kommunismus und selbst der Sozialismus sind in Thailand verhasst wie sonst nur wenig. Dies hat klar historische Gründe, die Angst davor, der Kommunismus in Südostasien hätte damals auch auf Thailand übergreifen können. Nicht vergessen sollte man auch, dass der Machthaber und Geldgeber im Hintergrund der Rothemden und der UDD, Thaksin Shinawatra, einer der größten Turbo-Kapitalisten des Landes war. Durch geschickte Deals mit der singapurer Staatsholding Temasek bestahl er das thailändische Volk um hunderte Millionen Baht. Das konnte er aber gut durch seine Medienpropaganda kaschieren. Nicht umsonst hatte Thaksin den Ruf des “asiatischen Berlusconi”.

Und ich muss die Linken bei indymedia.org sogar noch weiter enttäuschen. Thaksin und seine Anhänger sind nicht nur Anti-Kommunistisch, sondern sogar noch äusserst nationalistisch eingestellt. “Thai rak Thai” – Thais lieben Thais, so hieß die erste Partei die Thaksin damals gründete.

Also lieber Autor bei indymedia.org der Du das geschrieben hast, bitte recherchiere das nächste Mal doch ein wenig besser und kopiere nicht 1:1 vom deutschen Propagandasprachrohr der Roten (”schoenes-thailand.de“).

Koh Larn zu verkaufen!

Wohl so gut wie jeder der einmal in Pattaya war kennt auch die kleine Insel Koh Larn. Das schöne ist dass man vom Hafen in Pattaya (Bali Hai Pier) in etwa 40 Minuten mit der normalen 20 Baht Fähre auf der Insel ist. Das Wasser dort ist schön sauber und türkisfarben. Ich hatte schon zwei mal einen Artikel über diese schöne kleine Insel und seinen Buchten geschrieben.

DSCN4607 20copy in Koh Larn zu verkaufen!

Durch eine Google Anzeige kam ich nun auf eine interessante Website in der wohl die gesamte Insel (228 Rai) zum Verkauf angeboten wird. Nun wird man ein wenig misstrauisch, wenn man auf dieser Website (www.kohlarnisland.com) z.B. liest 350 Meter Privatstrand. Nach thailändischen Gesetzen gehört der Strand jedem (Thailänder), einzige Ausnahme bildet das Militär. Aber kein Hotel oder sonst irgend jemand darf auch nur einen Meter Strand sein Eigentum nennen, es gehört der Allgemeinheit.

Es wäre also interessant wer hinter diesem Angebot steht. Eine WhoIs-Abfrage spuckt mal einen Besitzer der Website in Bangkok aus und zeigt dass diese Seite seit dem 28. März 2010 registriert ist.

Und von großem Interesse dürfte natürlich der Preis sein:  knapp 15 Millionen Euro (1:41). 550 Millionen Baht Verkaufspreis, dazu mal minimum 7% Steuern + davon 3% Brokergebühr machen 602,55 Millionen Baht. Wer könnte sich also für die Insel interessieren? Vielleicht ja reiche Investoren aus den arabischen Ländern. Die sieht man in Pattaya ohnehin schon genug beim Alkohol Trinken und Amüsieren mit Thaifrauen (Was Allah nicht sieht…). Oder aber ein russischer Oligarch, in den letzten Jahren kommen immer mehr Russen nach Pattaya, da könnte eine rein russisch geführte Insel Koh Larn eine gute Investitionsmöglichkeit sein. Das erinnert mich fast an den ehemaligen sowjetischen Botschafter für Kambodscha, der nicht weit vor der Stadt Sihanoukville seine eigene kleine Insel mit Topresort hat.

Eine andere Möglichkeit wäre vielleicht auch anstelle der Milliarden Euro die Europa gerade in Griechenland in den Sand setzt, das Geld für Inseln wie Koh Larn auszugeben und die Griechen in eine “neue Heimat” zu schicken. Nur so ein Gedanke (vielleicht liest das ja ein “Bild“-Zeitungs Redakteur Icon Lol in Koh Larn zu verkaufen! )

Man wird vielleicht mal sehen wer die Insel kauft und was damit dann passiert oder ob sie überhaupt verkauft wird.

Die 7 Märtyrer von Thailand

Die über 400 jährige Geschichte der römisch-katholischen Kirche in Thailand ist nicht uninteressant. Auch wenn ich selbst schon seit einigen Jahren aus dem Verein ausgetreten bin, möchte ich mich mit dieser Religion und ihrem Wirken in Thailand beschäftigen. Es gibt im Königreich knapp 300,000 Menschen diesen Bekenntnisses, dies entspricht 0.46% der Gesamtbevölkerung.

Interessant ist die Geschichte um die sieben selig gesprochenen Märtyrer von Thailand. Es geht dabei um die Menschen des katholischen Dorfes Songkhon, das auf der thailändischen Seite des Mekong im Nordosten liegt. In den 1940er Jahren gab es bereits vor der japanischen Invasion Ängste in der thailändischen Bevölkerung gegenüber dem Westen. Auch wenn die Thais sonst ein sehr friedliches und tolerantes Volk sind, in dieser Zeit gab es – wie überall auf der Welt – großes Misstrauen, so auch gegen die Menschen des Dorfes Songkhon. Es passierte im Winter 1940, als die Polizei der Provinz Mukdahan in das Dorf einmarschierte um den Priester (Franzose) zu deportieren.

Songkhon in Die 7 Märtyrer von Thailand

Philip Siphong
In Songkhon gab es dann noch zwei Nonnen des Ordens Amantes de la Croix de Jésus-Christ (คณะรักกางเขน), Schwester Agnes Phila und Schwester Lucia Kahmbang. Neben ihnen lebte auch der Katechet Philip Siphong in dem Dorf, der nun die Laienaufgaben übernahm und sich um die Schule kümmerte. Siphong erhielt vom Polizeichef von Mukdahan einen Brief, dass dieser sich mit ihm treffen wolle. Obwohl man Siphong warnte dies könne eine Falle sein, machte er sich auf den Weg in die Stadt. An diesem 16. Dezember 1940 wurde Siphong in einem Waldstück erschossen. Fortan übernahmen die Schwestern seine Aufgaben im Dorf und in der Schule. Doch die Polizei übte weiter Druck aus, schoss mit Pistolen in die Luft und mahnte die Nonnen sich wie ordentliche Thaifrauen zu kleiden und aufzuhören den katholischen Glauben im Dorf zu lehren.

Der Brief von Schwester Agnes Phila
An Heiligabend kam Herr Lue, der Polizist in dessen Zuständigkeitsgebiet das Dorf lag, in das Haus von Schwester Agnes und Lucia. Er bedrohte die Frauen mit dem Tode sollten sie weiter den katholischen Glauben verbreiten. Am selben Abend schrieb Schwester Agnes einen Brief an den Polizeichef in Songkhan:

Yesterday evening you received your order to wipe out, definitely, the name of God, the Only Lord of our lives and minds. We adore Him only, Sir. A few days earlier, you had mentioned to us that you would not wipe out the name of God and we were rather pleased with that in such a way that we put away our religious habits which showed that we were His handmaids. But it is not so today. We do profess that the religion of Christ is the only true religion. Therefore, we would like to give our answer to your question, asked yesterday evening which we did not have a chance to respond because we were unprepared for it. Now we would like to give you our answer. We are asking you to carry out your order with us. Please do not delay any longer. Please carry out your order: We are ready to give back our lives to God who has given them to us. We do not wish to be the prey of the devils. Please carry out your order. Please open the door of heaven to us so that we can confirm that outside the religion of Christ no one can go to heaven. Please do it. We are well prepared. When we will be gone, we will remember you. Please take pity on our souls. We will be thankful to you and will be grateful to you for it. And on the last day we will see each other face to face. Do wait and see, please. We keep your commands, oh God, we wish to be witnesses to You; dear God. We are: Agnes, Lucia, Phuttha, Budsi, Buakhai, Suwan. We would like to bring little Phuma along with us because we love her so much. We have already made up our minds, dear Sir.

Die Hinrichtung
Am 26. Dezember 1940 kam die Polizei in das Dorf. Die zwei Nonnen gingen zusammen mit anderen Dorfbewohnern in Richtung Friedhof und sangen dabei Lieder, in dem Bewusstsein als Märtyrer für Jesus Christus zu sterben. Sie wurden von der Polizei hingerichtet. Einzig ein kleines Mädchen namens Sorn überlebte die Exekution. Sie lebte bis in die späten 1990er Jahre als Katechetin in Songkhon. Die einzige Strafe die der Polizeichef erhielt war eine Versetzung in einen anderen Distrikt.

Seligsprechung
Nach vier weiteren Jahren der Unterdrückung wurde der katholischen Kirche in Thailand religiöse Freiheit zugesprochen und die Vorfälle des Dezember 1940 wurden offiziell innerhalb der Erzdiözese Thare-Nongseng untersucht. Am 22. Oktober 1989 schließlich wurden die sieben ermordeten in Rom von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.

Siphong in Die 7 Märtyrer von Thailand Philip Siphong Onphithakt (ฟิลิป สีฟอง อ่อนพิทักษ์), geboren am 30. September 1907 in Nong Seng, Nakhon Phanom

Phila in Die 7 Märtyrer von ThailandSchwester Margarita Phila (อักแนส พิลา), geboren 1909 in Ban Nahi, Nong Khai

Khambang in Die 7 Märtyrer von ThailandSchwester Lusia Khambang (ลูซีอา คำบาง), geboren am 22. Januar 1917 in Ban Wiang Khuk, Nong Khai

Phutta in Die 7 Märtyrer von ThailandAkatha Phutta (อากาทา พุดทา), geboren 1882 in Ban Kengpho, Savannakhet (Laos)

Butsi in Die 7 Märtyrer von ThailandSeslia Butsi (เซซีลีอา บุดสี), geboren am 16. Dezember 1924 in Ban Songkhon, Mukdahan

Khamphai in Die 7 Märtyrer von ThailandBibiana Khamphai (บีบีอานา คำไพ), geboren am 4. November 1925 in Ban Songkhon, Mukdahan

Phon in Die 7 Märtyrer von ThailandMaria Phon (มารีอา พร), geboren am 6. januar 1929 in Ban Songkhon, Mukdahan


Die Bilder in diesem Artikel stammen von faithweb.com und stehen unter der CREATIVE COMMONS PUBLIC LICENSE (88x31 in Die 7 Märtyrer von Thailand)

Platonische Beziehungen

Eigentlich habe ich doch die letzten Jahre gar nichts dazu gelernt. Platonische Beziehungen zu thailändischen Single Frauen haben bei mir noch nie so funktioniert wie ich es gerne hätte. Einfach eine gute Freundin zu haben aber nicht mehr. Gute thailändische (platonische) Freundinnen habe ich einige, aber die erfüllen immer eine der folgenden Voraussetzungen: fest vergeben, lesbisch, ganz klar nicht meine Altersklasse oder Arbeitskollegin.

Wie war das nochmal damals mit JayJay… Eine gut gebildete Thai die in Amerika studierte und von der man nicht behaupten könnte sie wäre arm. In meinem Alter und auch sonst in etwa auf meiner Längenwelle und -breite. Allerdings war für mich immer klar, “mehr” will ich mit ihr nie haben. Der Grund dafür war etwa 25 kg zu viel und erstreckte sich von Bauch über Po zu den Beinen. Diese platonische Beziehung zu ihr funktionierte wunderbar, bis ich einmal zu viel getrunken hatte und in ihrem 16,000 Baht Luxusappartment am Wongamat übernachtete. An dem Abend wurde mir klar dass sie wohl doch andere Vorstellungen für diese Beziehung hatte.

Nun stehe ich wieder vor so einem ähnlichen Problem. In dem Appartmenthaus in dem ich wohne kennt man sich ganz gut. Die Gegend wo ich wohne, Naklua, kommt mir ohnehin oft wie ein kleines Dorf mit all dem Klatsch und Tratsch vor. Nun bin ich keineswegs so wirklich von mir selbst überzeugt (vor allem da mein Bierbauch immer weiter wächst Icon Mrgreen in Platonische Beziehungen ), aber mit 25 Jahren hat man hier schnell ein paar “Fans”. Letztes Jahr bekam ich sogar einen Brief unter der Türe durchgeschoben mitsamt Foto oder eine rote Rose lag auf meinem Motorbike. Damals noch kein Single interessierte mich das alles nicht. Nun kann man aber ja mal herausfinden, wer denn das war. Wobei herausfinden maslos übertrieben ist. Was will man herausfinden wenn man schon längst gefunden wurde.

Nur wäre meine platonsiche Freundin (kürze ich jetzt nur noch mit PF ab), eigentlich keine schlechte Wahl. Gleich alt wie ich, Studium vor knapp einem Jahr beendet und arbeitet jetzt in einem großen Hotel. Einstiegsgehalt ist mit etwas über 10,000 Baht für Thailand ganz gut. Dazu hat sie noch gute Karriereaussichten. Was spricht also dagegen – wieder mal der kleine Nimmersatt in meinem Kopf. Auch wenn es diesmal nicht 25kg sind, es bleiben noch gut 10kg die sich nicht im Brustbereich sondern eben an den zuvor schon genannten Stellen befinden. Ich bin ein echter Arsch Icon Cool in Platonische Beziehungen, denn würde mir diese Frau in Österreich über den Weg laufen wäre ganz klar die sieht top aus. Aber hier in Thailand relativiert sich das recht schnell. Ich bleibe glücklicher Single, muss ihr das nur noch klar machen… Icon Confused in Platonische Beziehungen