Im Bus von Bangkok Ekamai zurück nach Pattaya saß eine nette Thai neben mir mit der ich gleich gut ins Gespräch kam. Sie, Amy, ist 29 Jahre, kommt aus Südthailand und arbeitet in Bangkok für die Siam Commercial Bank in einer etwas besseren Position. In Pattaya war sie zuletzt vor drei Jahren und kennt sich dort nicht aus. Nun wollte sie eine Freundin besuchen. Da sie nicht wusste wo der vereinbarte Treffpunkt ist, bot ich ihr an sie mit meinem Motorbike dort hin zu fahren. Scherzhaft sagte ich zu ihr, ich als Einheimischer muss hier doch den Ausländern helfen
Das große Problem war dann aber, dass das Mobiltelefon ihrer Freundin ausgeschalten war. Nachts im Dunkeln wollte ich sie dann auch nicht einfach absetzten wenn sie sich nicht auskennt. Also machten wir uns eine gute Stunde lang auf die Suche wo ihre Freundin parken könnte. Da wir sie nicht fanden fuhren wir zurück zur Busstation. Amy wollte sich schon mal erkundigen wann der letzte Bus nach Bangkok zurück geht. Da sie nun nicht gerade guter Laune war bot ich ihr an zusammen Jim-Jum essen zu gehen. Nicht weit weg und wahrscheinlich meldet sich ihre Freundin dann ohnehin noch. So passierte es dann schließlich auch drei Stunden nachdem wir in Pattaya angekommen waren. Sie hatte eine guten Grund für ihr Verspätnis und kam nun um uns abzuholen.
Da Amy und ich uns gut verstanden wollten wir noch etwas unternehmen. Doch in Pattaya irgendwo normal auszugehen ist garnicht so leicht, vor allem wenn man so wie ich keine Bars und Discos mag. So machte ihre Freundin, Ying, den Vorschlag zusammen zu ihr nach Hause zu fahren und dort noch etwas zu trinken und quatschen. Sie wohnt hinter der Sukhumvit in Nongprue in einem sehr netten Village (Preisklasse ab etwa 4 Millionen Baht, dafür bekommt man schon was schönes). Ihr Ehemann ist meistens geschäftlich unterwegs und so ist sie mit ihrem 9-jährigen Sohn allein zuhause.
Der Abend war so dann auch noch sehr nett. Es waren wirklich schöne und auch tiefsinnigere Gespräche über das Leben und was so dazugehört. Eigentlich war mein Plan noch nach Hause zu fahren. Wäre nicht so weit und vorallem wollte ich aus meinen verschwitzten Klamotten raus unter die kühle Dusche. Als es dann aber schon fast 2 Uhr morgens war und ich auch schon genug Bier getrunken hatte, ließ ich mich doch überzeugen auf der bequemen Couch zu schlafen. Ein netter Abend war es in jedem Fall und für den nächsten Tag machten wir gleich aus einen Ausflug nach Sattahip zu unternehmen.