Mit 850 Yabaa-Pillen (in Europa auch “Thai-Pillen” genannt) wurde Anfang Mai eine 44 jährige Thailänderin die in Innsbruck wohnhaft ist verhaftet. Beamte der Polizeiinspektion Feldkirch fanden in der Handtasche der Frau die Drogen und konnten ihr bei späteren Ermittlungen weitere Schmuggelfahrten nachweisen. Eigentlich wäre mir dieser Sache keinen Artikel wert, doch interessant finde ich ihre gestrige Rechtfertigung vor Gericht und die Antwort von Richter Marte. Die Tirolerin war voll geständig, doch sie gab an selbst mittellos zu sein und brauche das Geld für ihre herzkranke Mutter und Schwester in Thailand. Richter Marte entgegnete dass er ihr das nicht glaube, denn für so viel Geld könne man in Thailand nicht nur ein paar Medikamente kaufen, sondern auch ein Haus bauen.
Ich finde das echt witzig. Diese Thai-Tirolerin hatte wohl geglaubt was vorher schon bei vielen Farangs an der Bar in Pattaya geklappt hat, werde nun wohl auch vor Gericht funktionieren. Gut dass der Richter mehr Verstand hat als die meisten schwanzgesteuerten schwer verliebten Männer, die bei solchen Mitleidsgeschichten tausende Euro in den Isaan schicken.
Dass die Frau schlussendlich rechtskräftig zu nur 9 Monaten unbedingter Haft verurteilt wurde kann sie als Geschenk sehen. Wäre sie mit so einer Menge in Thailand erwischt worden, hätte sie eine langjährige Haftstrafe unter sehr unangenehmen Haftbedingen zu verbüsen.
Weitere Informationen zu Yabaa in Thailand findet man hier:
http://www.baanthai.com/magazin/drogen.asp