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Zurück unter den Rothemden in Bangkok

Dieses Mal ist es ein wenig schwieriger ins Lager der Rothemden zu gelangen. Die Syktrain-Linien sind nun komplett geschlossen, genauso die U-Bahn. Ich fahre in Richtung Charn Isaara 2 Tower um von dort aus mit einem Klongboot Richtung Pratunam zu kommen. Am Boot sagt man mir bereits dass sie nicht bis Pratunam fahren, zu gefährlich. Sechs Stationen vorher wendet das lange Boot bereits auf dem Khlong und fährt rückwärts an den Saphan Asok Pier. Von dort aus gehe ich wieder raus auf die Hauptstrasse, der New Petchburi Road. Hier warten bereits die ersten Polizisten – Einsatzbesprechung. Es sind Polizisten die mit den Rothemden sympathisieren, die um dies auszudrücken rote Halstücher tragen. Bewaffnet mit M-16 Sturmgewehren und Schrotflinten. Die Atmosphäre ist entspannt und ich frage ob ich hier weiter Richtung Pratunam gehen darf. Ja, aber es sei dort gefährlich.

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Ein paar Meter weiter frage ich einen Motorbike-Taxifahrer ob er mich fährt. Es dauert nicht lange bis wir zum ersten von vier Checkpoints der Armee kommen. Er zeigt seinen Ausweiß der den Soldaten bestätigen soll, dass er nicht zu den Rothemden gehört. Wir können problemlos passieren. Dass ich eine Kamera habe und Fotos von den Soldaten mache störte auch nicht.

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Im Vorbeifahren sehe ich die Brücke an der Chit Lom Straße die über den Khlong führt. Hier ist die Barikade der Rothemden nun wieder geschlossen, davor Spuren der Verwüstung der letzten Nacht.

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In Pratunam angekommen bietet sich mir ein ganz anderes Bild als ein paar Tage zuvor. Alle Geschäfte sind geschlossen, so gut wie keine Menschen mehr in der sonst so viel belebten Gegend unterwegs. Die Sonne scheint an diesem Tag einmal mehr gnadenlos und so versammeln sich die Menschen unter der Brücke im Schatten. Der Eingang ins Lager der Rothemden ist noch immer gut gesichert. Ich blicke die Strasse in Richtung Norden rauf und sehe dass es hier auch schwere Zusammenstöße gegeben haben muss. Entgegen den offiziellen Meldungen der Regierung und der internationalen Presse, wurden die Rothemden hier keineswegs zurückgeträngt – im Gegenteil. Wie bereits geschrieben haben sie Chit Lom wieder unter Kontrolle und faktisch auch Teile der Pratunam Gegend.

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Ich frage nun am Haupteingang der Ratchaprasong Straße einen der Rothemden ob ich hinein in die besetzten Gebiete dürfe. Er lächelt freundlich und weist mir mit seinem Arm den Weg. Keine Taschenkontrollen für mich, Thais werden jedoch kontrolliert und ich sehe wie jemand versucht einen Holzprügel hinein zu schmuggeln. Die Sicherheitsleute der Rothemden hindern ihn jedoch daran.

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Ich sehe nun sehr schnell, dass sich die Zahl der Demonstranten seit dem ich ein paar Tage zuvor hier war noch einmal vermindert hat. Viele der kleinen Verkaufsstände die T-Shirts, Brillen, DVDs oder Getränke verkauften sind nun bereits verlassen.

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Ich treffe Jeff, einen Amerikaner aus New York. Seit fast einem Monat lebt er zusammen mit seiner Frau hier unter den Rothemden. Er ist nicht überzeugt von den Ideologien der Rothemden, dafür seine Frau um so mehr. Sie kommt aus Khon Kaen, eine der Provinzen im Norden und Nordosten des Landes in dem die Rothemden ihre starke Basis haben. Jeff erzählt mir von den vergangenen zwei Nächten, wie die Armee versuchte über Seitenstraßen in die besetzten Gebiete vorzurücken. Immer wieder ohne Erfolg. Wir beschließen zusammen zum Lumphini Park zu gehen.

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Es ist nach wie vor ein etwas verstöhrende Wirklichkeit. All diese Menschen hier zu sehen die nicht den Eindruck gewalttätiger Terroristen machen. Doch dann sehe ich wieder ein kleines vielleicht 10 Jahre altes Mädchen mit zwei aus abgeschnittenen Wasserrohren selbstgebaute Rakete herumlaufen.

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Immer wieder bietet man uns Wasser, Kaffee und etwas zum Essen an. Dankend nehmen wir an und natürlich ist alles kostenlos. Entgegen den Behauptungen der Regierung und der Medien funktioniert der Nachschub an Nahrungsmitteln, aber auch Diesel für die Generatoren nach wie vor. Die LKWs werden von Polizisten und Soldaten die mit den Rothemden sympathisieren durchgelassen.

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Wir kommen schließlich zum Chulalongkorn Krankenhaus. Vor zwei Wochen wurde es von den Rothemden gestürmt, nun haben Spezialeinheiten der Polzei sich dort einquartiert. Die Strasse davor ist genauso wie die Rama IV Strasse ebenfalls nahezu menschenleer.

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Am südwestlichen Ende des Lumphini Parks sind die Barikaden besonders gut geschützt, zusätzlich läuft auch Strom durch die Stacheldrahtzäune. Von hier aus wollte die Armee in der Nacht zuvor ebenfalls einen Angriff versuchen. Es ist dies auch die Gegend in der Tage zuvor der zu den Rothemden übergelaufene Armee-General Khattiya Sawasdipol während eines Interviews mit einem Reporter der New York Times getötet wurde. Meiner Ansicht nach sollte dieses Attentat entgegen anderer Meinungen nicht die Rothemden schwächen, deren Moral hat sich dadurch ohnehin nur weiter gestärkt. Es sollte vielmehr wirklich jedem einzelnen Soldaten, von ganz unten bis zu den Generälen ganz oben, klar machen: seid ihr nicht mehr mit uns, dann seid ihr Verräter.

Laut UDD sind auch an diesem Tag schon über 40 Sniper auf den umliegenden Hochhäusern gesichtet worden. Es ist ein wirklich komisches Gefühl daran zu denken, dass auch gerade in diesem Moment ein Sniper seinen Blick auf mich richten und abdrücken könnte.

Wir gehen die lange Barikade weiter entlang. Am Eingang der geschlossenen U-Bahn Station sitzen einige der Rothemden mit Granatwerfern und Benzinbomben. Sie sind freundlich, erklären uns alles genau. Fotos darf ich jedoch keine machen.

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Auf dem Rückweg zur UDD Hauptbühne am östlichen Siam Square essen wir noch einmal, sehr lecker. Und zu unserer Freude gibt es nun auch wieder kalte Getränke. Ein paar hundert Meter sehen wir einen ganzen LKW mit Nachschub an Eiswürfeln. Wie bereits geschrieben, entgegen den Behauptungen der Regierung und der Presse ist die “Versorgungslinie” noch immer in Takt.

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Zurück am nördlichen Eingang trinke ich mit Jeff noch ein kühles Bier und verabschiede mich von ihm. Ich gehe wieder raus aus den besetzten Gebieten in Richtung Pratunam. Die Straße Richtung Norden ist nahezu leer. Auf den Strassenseiten befinden sich immer noch Menschen, oftmals keine Rothemden sondern Anwohner. Ich beschließe weiterzugehen. In der Ferne sehe ich im Norden noch Rauchwolken über Din Daeng aufsteigen. Hier haben bereits um zirka 17:00 erste Kämpfe zwischen Armee und Demonstranten begonnen.

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In einigen der Seitenstrassen verschanzen sich bereits die Truppen der Rothemden, meist nur mit Holzprügeln bewaffnet. Es ist noch hell und alles andere wäre für sie zu gefährlich, denn sobald jemand offen eine Waffe trüge, wäre es eine gute Rechtfertigung für die Scharfschützen abzudrücken.

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Am Vorplatz des Indra Regent Hotels befinden sich noch einige Touristen. Es ist neben dem Amari Watergate eines der wenigen Hotels der Gegend die noch geöffnet haben. Diejenigen Touristen die die Strasse überqueren müssen, laufen mit ihren Händen in der Luft. Ich wage mich noch ein wenig weiter vor zum ersten von drei Stacheldrähten. Am zweiten steht sowohl in Thai als auch Englisch dass ab hier mit Gummigeschoßen gefeuert wird. Am dritten Zaun steht dass scharf geschossen wird. Ich werde mit dem Fernglas von einem Soldaten beobachtet. Wenig später werde ich per Megaphon aufgefordert sofort umzukehren oder es werde geschossen. Ich verschwinde zurück, schnell. In einer der Seitengassen, vielleicht 30 Meter von den Soldaten entfernt treffe ich auf zahlreiche Anwohner. Sie zeigen mir die Einschusslöcher der vergangenen Tage in Häuserwänden und Geschäften.

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Es ist nun fast dunkel. Ich stehe noch immer in der Seitengasse kurz vor der Frontlinie der Soldaten. Neben mir steht einer der Späher der Rothemden. Sollte die Armee vorrücken gibt er dies sofort per Funk durch. Die Stimmung ist gespenstisch. Zwischen den zwei Fronten liegen vielleicht 150-200 Meter. Niemand ist mehr auf der Strasse, die Beleuchtung nahezu komplett ausgeschaltet. Und es ist unglaublich still. Diese Stille und die Anspannung ob oder wann die Soldaten angreifen.

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Ich bleibe noch bis 20 Uhr. Nichts passiert.

Ich frage mich schön langsam aber wie ich hier wieder raus komme. Ich habe keine Informationen darüber ob die Armee das komplette Gebiet abgeriegelt hat. Ein Thai der mit seinem Sohn und seiner Frau unterwegs ist redet mich an. Wir quatschen einige Zeit lang und er bietet mir an mich rauszufahren. Er und seine Familie sind Sympathisanten der Rothemden. Sie kamen nur jetzt abends nach der Arbeit vorbei um zu sehen was los ist. Ich staune nicht schlecht als er auf die andere Strassenseite zeigt und mir sagt sein Auto parke genau da drüben. Die Gelegenheit bequem, sicher und dazu kostenlos hier rauszukommen nehme ich gerne war. Ich steige in seinen neuen Toyota Fortuner ein und wir fahren los.

Für die Rothemden wird es dagegen noch eine lange und gefährliche Nacht werden.

Unter den Rothemden in Bangkok

Während bei den Rothemden in Pattaya meist nur Musik gespielt und gefeiert wurde, herrscht in Bangkok nach wie vor eine ganz andere, düstere und gespannte Stimmung in der Luft. Es ist nur ein paar Tage her, als wieder zwei Polizisten ermordet wurden. Das Blut klebt noch auf den Straßen, die Blockaden der Rothemden sind stabil und weite Teile unter ihrer Kontrolle – will man hinein in ihr Lager wird man durchsucht. Einen Tag bevor die Regierung das Militär veranlässt die besetzten Gebiete komplett abzuriegeln mache ich mich auf ins Herzen der roten Demonstranten.

Von Pattaya kommend ist das erste Ziel immer gleich, das östliche Busterminal in Ekamai. Von dort aus fahre ich mit einem der alten klapprigen 71er Busse nach Ramkhamhaeng im mir sehr gut bekannten Bezirk (Khet) Bangkapi. Dort liegt die größte Universität Thailands mit über 600,000 Studierenden landesweit. Hier ist alles ruhig, keine Militärs, keine Polizisten (abgesehen der normalen Verkehrsstreifen) und keine Rothemden. Der Campus ist grün und man kann, sofern man vom starken Verkehr und der immer herrschenden Hektik absieht, der Situation eine gewisse Idylle zugestehen. Als ich mich mit Freunden zum Kaffee treffe ist die Meinung einheitlich – die Rothemden sollen verschwinden, zurück in den Isaan, den ärmeren nordöstlichen Teil Thailands in dem die Rothemden ihre politische Basis haben. Scherzhaft wird eingewendet, viele seien doch nun eh schon wieder zurück in den Isaan. Die Zeit den Reis auszusähen sei ja gekommen. Lachen in der Runde.

In Bangkapi muss ich noch etwas Essen und gehe zu meiner Lieblings “Suppenmutti”. Nach fast zwei Jahren erinnert sie sich immer noch an mich, freut sich und meint ich sei dick geworden – phom kin tom yam chang mak mak – entgegne ich (soll heißen ich trinke  zu viel Bier), und sie lacht. Nun wird es aber Zeit in die Innenstadt zu fahren. Von hier aus gibt es nur ein schnelles, bequemes und günstiges Transportmittel, die Khlongboote. Für 17 Baht werde ich in einer halben Stunde im Zentrum der Roten sein. Mein Ziel heisst Chit Lom. Bereits einige Bootshaltestellen vorher sehe ich die ersten Soldaten, bewaffnet mit den neuen israelischen TAR-21 Sturmgewehren die gerade als Ordonanzwaffen die alten M-16 Gewehre ablösen. Vor einigen Wochen fielen 500 Stück dieser Spezialwaffen in die Hände der Rothemden. Der Verbleib von 300 Stück ist noch immer nicht geklärt.

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Ich bin nun vorsichtiger mit fotografieren, besonders von Menschen, schließlich ist es mir in Thailand nicht nur einmal  passiert, dass ein Polizist oder Sicherheitsmann mir meine Kamera aus der Hand nahm und ich Bilder löschen musste.

Am Bootspier Chit Lom steige ich aus und gehe hinauf zur Brücke die über den Khlong führt. Hier sehe ich einen ersten Vorposten, eine bereits aufgegebene Barrikade aus alten Autoreifen, scharfen Bambusstecken und Stacheldraht.

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Es geht nun weiter zur Sukhumvit Road. Hier halten die Rothemden noch Stellung. Ich gebe mich als nichtsahnender Tourist aus, lasse mich kontrollieren und darf die besetzten Gebiete betreten. Die großen Hotels und Shoppingcenter für die Reichen haben hier bereits seit Wochen geschlossen. Neben privaten Sicherheitskräften bewachen auch Polizisten die Tempel der High-Societies dieser Welt vor Plünderung. Reich neben arm. Auch wird mir nun ganz klar auf welcher Seite die Polizisten stehen. Rote Halstücher haben sie sich umgebunden, darauf zu lesen “Provincial Police for peace – Region 4″.

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In den besetzten Gebieten unter der Skytrain, der Bangkoker Hochbahn, harren sie aus. Männer, Frauen und Kinder. Sie haben Schlafplätze, es werden in großen dampfenden Töpfen Suppen gekocht und es gibt Stellen um sich zu waschen. Wüsste man es nicht anders könnte man von einem mehrtägigen Musikfestival ausgehen. Doch dann sehe ich wieder die vielen aufgehängten Bilder, Fotos der Geschehnisse der letzten Wochen. Dass hier keine Fotos der erschossenen und bei Anschlägen getöteten Soldaten und Zivilisten hängen ist verständlich, jedoch auch nichts weiter als einseitige Propaganda.

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Schließlich komme ich am östlichen Siam Suare (Intersection Sukhumvit/Ratchaphrasong) an. Dort steht auf einer großen Bühne einer der Führer der Rothemden, auf seinem T-Shirt ein Bild Mahatma Gandhi’s mit dem Schriftzug “cool like Gandhi”. Über ihm ein großes rotes Banner auf dem “peaceful protestors, not terrorists” zu lesen ist.

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Was viele Thailänder mit denen ich spreche auch sehr verstört, ist die Tatsache dass nicht wenige buddhistische Mönche sich bei den Protesten der Rothemden beteiligen. Es passierte vor ein paar Wochen sogar eine recht amüsante Situation. Die Rothemden stellten die Mönche an die vorderste Front, ihnen gegenüber das Militär. Der Sinn sollte darin bestehen, dass ein Soldaten natürlich nie einen Mönch zurückträngen oder gar schlagen würde. Es kam aber anders, das Militär veranlasste die weiblichen Soldatinnen an deren vorderste Front zu stellen. Ein buddhistischer Mönch darf nämlich unter keinen Umständen jemals eine Frau berühren. So mussten die Mönche mit jedem Schritt den die Soldatinnen vorantraten einen Schritt zurücktreten.

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Vor meinem Rückweg nach Pattaya fahre ich noch in die Silom Road. Hier kam es in den letzten Wochen auch zu schweren Auseinandersetzungen. Bereits vom Skytrain aus sehe ich das große Lager der Rothemden im Lumphini-Park. Ein Durchkommen ist hier nicht möglich, selbst der Skywalk (ein Gehweg unterhalb der Skytrain und über den Strassen) ist mit Stacheldraht abgeriegelt. Davor wachen Soldaten der Royal Thai Army mit Schrotflinten und Sturmgewehren.

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Es wird sich zeigen wie die Proteste weitergehen und wie lange sie noch dauern. Die Regierung Abhisit hat nun beschlossen (12.05.2010) die Zugänge zu den besetzten Gebieten abzuriegeln und die Rothemden auszuhungern. Diese wiederum zeigen sich davon wenig beeindruckt und wollen erst abziehen wenn die Regierung Abhisit die Verantwortung für die toten Demonstranten übernimmt. Würden dann etwa auch die Führer der Rothemden, allen voran der flüchtige Verbrecher und Ex-Premierminister Thaksin Shinawatra die Verantwortung für die ermordeten Soldaten und Zivilisten übernehmen?

One Take Only – Som and Bang – Bangkok for Sale…

Auf meiner großen Filmfestplatte mit 2 Terrabyte habe ich so einige Klassiker liegen. Darunter auch viele Filme in OT (Originalsprache). Mit einer Freundin sah ich vor ein paar Tagen mal “One Take Only” (–> Filminhalt + Kritik klick hier), habe ihn nur in Original Thai Sprache und bisher nie richtig bewusst angesehen. Der Regiesseur ist ja allbekannt – Oxide Pung Chun – Hongkong’er Chinese, aber filmisch eher in Bangkok. Zusammen mit seinem Bruder Danny drehte er Filme wie “The Eye” und “Bangkok Dangerous“, letzterer wurde 2008 mit Nichola Cage in der Hauptrolle ge-remaked (Original is besser, imho).

One Take Only ist nicht ganz frustrierend, aber auch kein Film mit Happy End. Er zeigt viel mehr die Gesellschaft der jungen Bangkok’er Thais. Aus diesem Grund stand der Film in Thailand selbst lange auf dem Index. Drogenkonsum (Yaa-E Konsum wird sehr eindrucksvoll gezeigt, vgl.bar mit Szenen wie in Tarantino’s Pulp Fiction) und Prostituition als Normalität – das will in Thailand nicht jeder so sehen. Dennoch zeigt Oxide hier ein doch sehr realistisches Bild.

Stilistisch ist Oxide ein wenig verträumt, aber die Kameraeinstellungen, Filter und Schnitte wirken im Gesamtbild auf den Film betrachtet fast notwendig. Die Szene als Som und Bäng auf einem Hausdach liegen und hinter ihnen der dösende Lärm des Bangkok’er Verkehrs die Musik unterbricht bleibt für mich unvergesslich. Bangkok’s Youth as it is!

Overall – auch wenn ein Oxide Pung kein Wong Kar-Wai ist, der Film hat viel in sich, also…
(ja, vor allem die hübsche unschuldige Wanatchada Siwapornchai!!)

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Bangkok, Saphan Phut, Khao San…

Genächtigt hatte ich die ersten paar Tage in Bangkok in der Asia Residence in Bangkapi. Same same, wie immer, schöne saubere Zimmer und bei einem Preis von 490 Baht (ca. 10€) kann man nicht meckern. Klar gehts billiger auch noch, aber da müsste ich dann vielleicht wieder mehr fürs Taxi bezahlen. Würde sich unterm Strich also nicht rentieren.

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Asia Residence in Bangkapi, Soi Happyland 2

Gut ausgeschlafen aber trotzdem früh aufgestanden bestellte ich mir nun erstmal mein geliebtes Laab Muu. Einfach herrlich so lecker ist das. Scharf darf es auch ruhig sein, das rächt sich ja erst am nächsten Tag (auf der Toilette Icon Smile in )

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Nach diesem guten Essen musste ich leider bemerken dass ich ein kompletter Vollidiot bin. Wo ist meine Bankomatkarte? Alles durchsucht, einfach alles, aber mir wurde schon langsam klar, dass ich sie wohl am ATM am Flughafen vergessen hatte. Wenigstens wusste ich noch, dass hinter mir niemand war (kam um 2 Uhr früh an) der sie geklaut haben könnte. Warum nur kommt bei den thailändischen ATM’s das Geld zuerst und die Karte erst dannach raus? Ist doch komplett unlogisch.

Naja, Taxi rangewunken und schnellst möglich zum Flughafen. Dabei hatte ich einen wirklich netten Taxifahrer. Der war auch schon mal in Wien und schwärmte von Schloß Schönbrunn und dem Steffl. Nun ist er Taxifahrer, arbeitet aber an einem eigenen Projekt im Bereich Wasserwiederaufbereitung und Klärtechnik. Wer die Doku “Thailand – Der Preis für sauberes Wasser” kennt, weiß wie dringend solche Anlagen in Thailand und speziell in Bangkok notwendig sind.

Die Mitarbeiter der TMB (Thai Military Bank) waren dann sehr hilfsbereit und freundlich. Es kam sogar jemand mit Schlüssel und öffnete den ATM. Leider war meine Karte nicht mehr dabei, die sei wahrscheinlich schon in der Zentrale. Zurück bekomme ich sie nicht mehr. Gut, die Karte ist bereits gesperrt (kostete 36€, verdammt!) und mit der Visa-Kreditkarte kann ich pro Monat auch 1000€ ziehen. Soviel brauche ich eh bei weitem nicht. Ärgerlich ja, aber “som na na”, da bin ich halt selber schuld.

Tag 1 in Bangkok, für mich ganz klar dass ich da meine Freundin (nicht Girlfriend!) Kwan anrufe. Kenne sie seit meiner ersten Reise ins Land des Lächelns. Sie möchte sich mit mir in der Khao San Road treffen, die Nummer 1 Location für Backpacker aus der ganzen Welt hier in Bangkok.

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Blick Richtung Pratunam, im Hintergrund der Bayoke 2, Thailands höchstes Gebäude

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Ein erster Blick in die Khao San Road, in der ich nur einmal vor drei Jahren kurz durchspaziert bin

Kwan sieht wie immer gut aus und wir freuen uns uns wieder mal zusehen. Sie hatte gerade die Uni abgeschlossen und arbeitet nun als Lehrerin in einer Militärschule in Chiang Mai. Da werde ich sie natürlich auch noch besuchen, aber mal sehen ob man mich da überhaupt rein lässt.

Wir fuhren nun ber Sammeltaxi zum Saphan Phut Pier am Chao Phraya. Dort trafen wir ihre neue Freundin (ja Kwan steht auf Frauen Icon Smile in ). Ihre Freundin ist wirklich eine ganz liebe mit einem tollen, sympathischen Lächel. Allerdings ist sie ziemlich dick, naja sie ist auch Küchenchefin in einem 5-Sterne Resort…

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Hab mir hier mal ein Foto aus den Wikipedia Commons ausgeliehen, damit man diese schöne Brücke auch ganz erkennen kann. Mehr Infos findet man bei Wikipedia

Mit Tuktuk ging es dann weiter in ein kleines verstecktes Restaurant direkt am Chao Phraya. Von dort hat man nicht nur eine wunderbare Sicht auf das Wat Arun, sondern bekommt auch richtig leckeres Essen auf den Tisch.

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Dann sind wir wieder in die Khao San Road ein paar Biere trinken. Ist schon lustig da zu sitzen und sich das Treiben anzusehen. Sowas mache ich auch in der Walking Street in Pattaya hin und wieder mal gerne.

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Dieser betrunkene Irishman machte sich übrigens bei dem Blumenmädchen nicht gerade beliebt. Ich habe dann ein wenig mit ihr gequatscht und muss ihr wohl gefallen haben. Habe jedenfalls vorher noch nie von einem Blumenmädchen eine Rose geschenkt bekommen Icon Smile in

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Und hier noch speziell für Julia ein Foto…

Ladyboy or not?

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Neujahr…

Zu Neujahr mussten wir relaxen. Der Alkohol von letzter Nacht zeigte noch ein wenig seine Wirkung. Nachmittags gingen wir zusammen mit Christoph schwimmen. Gleich in der Nähe gibt es am Dach eines Einkaufszentrums (The Mall Bangkapi) ein Schwimmbad.

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Von dort oben hat man einen wunderschönen Ausblick über die Stadt

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In diesem Sinne – Happy New Year 2008