Früh morgens um 11 Uhr trafen sich vier recht kaputte und noch alkoholisierte Kerle in der Lobby und beschlossen sogleich dass ohne ein großes „American Breakfast” erstmal garnichts geht. Manfred lebt seit gut einem halben Jahr in Shanoukville und es kommt mir so vor als kenne er bereits fast jeden. Er bot uns an mit ihm eine Tour durch die Stadt zu machen. So eine gute Gelegenheit kann man nur willkommen heißen. Wir machten uns also nach dem Frühstück auf, eine Motorbike-Rickscha zu suchen. Zuerst gab es die überlegung für 5 Dollar am Tag ein Motorbike zu mieten, aber bei dem häufigen Regen entschieden wir uns dagegen. Wir vereinbarten mit einem Fahrer 7 Dollar für 5 Stunden und zeigten ihm vorher genaus wo wir überall hinwollen, somit gab es keine Missverständnisse mehr.
Unser erstes Ziel führte uns zunächst von Downtown runter an den Ochheuteal Beach und diesen entlang zum Queen’s Hill. Auf diesem Hügel gibt es ein kleines Resort mit Bungalows und dahinter befindet sich ein fast menschenleerer und sehr langer und breiter Strand. Auch Bars und Restaurants gibt es hier noch sehr wenige.

Flussmündung kurz vor dem Queen’s Hill

Links ein Teil des Queen’s Hill

Ein kleines Mädchen hackt die Muscheln von den Steinen

Der Strand hinter dem Queen’s Hill, nahezu menschenleer

Als nächstes fuhren wir wieder zurück in Richtung Norden zum Sokha Beach. Praktisch die gesamte Bucht des Sokha Beach nimmt ein Luxusresort ein, der Strand soll aber auch öffentlich zugänglich sein. Wie könnte es anders sein, Manfred kennt natürlich den deutschen Geschäftsführer, einen Hamburger. Der begrüßte uns auch gleich direkt beim Empfang, als er von dem Sicherheitsdienst erfuhr dass wir kommen. Und das obwohl er gerade viel zu tun hat, denn der kambodschanische König weilte während seines Geburtstages (der vom 13. bis 15.Mai gefeiert wird) in der besten Suite des Resorts. Also führte uns Manfred ein wenig herum, aber solche Resorts sehen ohnehin überall auf der Welt gleich aus.

Das Sokha Beach Resort

Der Sokha Beach
Nun ging es noch weiter zum Independence Beach. Auf dem Weg dorthin hielten wir kurz an, denn die Strasse rauf auf den Hügel gibt es noch einige freilebende kleine Affen. Die haben ein feines Leben, da sie immer wieder von Touristen gefüttert werden und dann wieder in den Wald verschwinden. Nur mit Manfred, der immer ein paar kleine Schweizer Kracher eingesteckt hat, hatten sie nicht so ihre freute.

Der Independence Beach
Weiter geht’s zur Snake Farm. Die gehört einem Russen der schon sehr lange in Kambodscha lebt (unter Sowjetzeiten arbeitete er für die Botschaft in Pnomh Phen). Neben dieser Snake Farm, in der ein paar Schlangen und Krokodile zu sehen sind, besitzt er noch ein Hotel auf einer kleinen Insel. Aber dies dürfte wohl nicht ausreichen, um sich zwei Hummer, einen nagelneuen Mercedes und so weiter leisten zu können. Womit auch immer ein Russe der sich in Kambodscha bestens auskennt also sein Geld macht, man muss es ja nicht unbedingt wissen.

Der Hummer des Russen, natürlich mit Hammer und Sichel und “CCCP”

Auch eine Immobilie des Russen (mit einer alten Antonow)

Das Victory Monument
Unsere letzte Station war das Wat Chotynieng (Wat Leu). Gut, die Tempel in Kambodscha sehen auch nicht viel anders aus als die in Thailand. Spottende Menschen sagen dazu „Hat man einen gesehen, kennt man sie alle”.


Vielleicht weiß jemand wie diese Frucht heißt?

Nach all dem Sightseeing waren wir müde, gingen noch schnell etwas essen und dann ein Nickerchen machen. Gegen neun Uhr trafen wir uns wieder und beschlossen mal runter zum Strand zu fahren da wir bei unserer Tour untertags ein paar nette Lokale gesehen hatten. So landeten wir im “Monkey’s Republic”. Hier finden sich vor allem Backpacker. Joints werden ganz offen geraucht, das interessiert hier absolut niemanden, auch der Polizei ist es komplett egal. Später ging es weiter zum “Dophin Check”, das sich direkt am Strand befindet. Auch hier vorallem Backpacker und wir mittendrinn. Musik war gut, aber wiederholte sich leider mit der Zeit. Trotzdem hielten wir bis nach fünf Uhr morgens durch.