Der Ausflug mit Amy und Ying stand also für Samstag. Ying’s Sohn ging vormittags noch zum Taekwondo-Training, somit hatte ich bis mittags noch etwas Zeit Schlaf nachzuholen. Wirklich cool fand ich gleich mal das Auto von Ying, einen Toyota Camry Hybrid. Es ist eigentlich das erste Hybrid-Auto das ich jemals in Thailand sah und meines Wissen auch bislang das einzige Hybrid-Modell auf dem Markt (von Sonderimporten superreicher Thailänder mal abgesehen). Was sich da so alles tut bei der Technik der Automobile… da stellt sich etwa der Rückspiegel automatisch um wenn er erkennt dass von hinten jemand aufblendet. Und sofort nach dem Einsteigen blässt die Klimaanlage mittels der Elektromotoren, in Thailand besonders toll wenn das Auto zuvor in der Sonne parkte. Oder die Scheibenwischer die selbstständig erkennen wann es regnet und wie stark sie wischen müssen. Wirklich toll das Ganze, aber wieviel so ein Auto kostet möchte ich wiederum nicht wissen. 
Nun ja, zum Eigentlichen zurück. Wir fuhren also nach Khau Chee Chan (ขาชีจรรย์), das soviel heißt wie “Berg der Nonne Chan”. In der Gegend gibt es einige schöne kulturelle Dinge zu betrachten, aber auch ein kleines Weingut, das Silverlake Vineyard (ไร่องุ่นซิลเวอร์เลก), liegt in der hügligen Landschaft (ja fast wie in den Wiener Heurigen!
). Das 400 Rai umfassende Weingebiet wurde von der Filmschauspielerin Supansa Nuangpirom gegründet. Halt haben wir hier keinen gemacht, also werde ich da wohl selbst mal hin müssen. Mehr Informationen findet man noch hier: www.thaipage.ch
Bevor wir zum Viharnra Sien Museum machten wir noch einen Zwischenstopp beim großen Buddhabildnis, dem Phra Puttha Maha Wachira Uttamopat Satsada (พระพุทธมหาวชิรอุตตโมภาสศาสดา). War echte nett um ein paar Fotos zu machen, aber wirklich beeindruckt hat es uns nicht.

Der Eintritt ins Museum kostet 50 Baht. Amy bestand darauf zu bezahlen, da ich ihr am Vortag geholfen hatte. Auch gut. Das Museum wurde von Thai-Chinesen gegründet und 1993 eröffnet. Das Kulturministerium der Volksrepublik China hat dafür 328 Antiquitäten und Kunstschätze gespendet. Daneben gibt es auch Replikate der Soldaten der Terrakotta-Armee. Mir persönlich gefiel der Besuch dort sehr und kann Viharnra Sien nur weiterempfehlen.







Vom obersten Stockwerk des Gebäudes hat man auch einen schönen Ausblick auf das vom Stil her indisch geprägte Wat Yansangwararam (วัดญาณสังวรารามวรมหาวิหาร). Leider verfällt dieses Bauwerk, niemand kümmert sich darum und man kann es auch nicht mehr betreten.

Auf dem Rückweg nach Pattaya ging es noch zum Pattaya Floating Market um etwas zu essen. Dazu das nächste mal mehr.
Wohl so gut wie jeder der einmal in Pattaya war kennt auch die kleine Insel Koh Larn. Das schöne ist dass man vom Hafen in Pattaya (Bali Hai Pier) in etwa 40 Minuten mit der normalen 20 Baht Fähre auf der Insel ist. Das Wasser dort ist schön sauber und türkisfarben. Ich hatte schon zwei mal einen Artikel über diese schöne kleine Insel und seinen Buchten geschrieben.

Durch eine Google Anzeige kam ich nun auf eine interessante Website in der wohl die gesamte Insel (228 Rai) zum Verkauf angeboten wird. Nun wird man ein wenig misstrauisch, wenn man auf dieser Website (www.kohlarnisland.com) z.B. liest 350 Meter Privatstrand. Nach thailändischen Gesetzen gehört der Strand jedem (Thailänder), einzige Ausnahme bildet das Militär. Aber kein Hotel oder sonst irgend jemand darf auch nur einen Meter Strand sein Eigentum nennen, es gehört der Allgemeinheit.
Es wäre also interessant wer hinter diesem Angebot steht. Eine WhoIs-Abfrage spuckt mal einen Besitzer der Website in Bangkok aus und zeigt dass diese Seite seit dem 28. März 2010 registriert ist.
Und von großem Interesse dürfte natürlich der Preis sein: knapp 15 Millionen Euro (1:41). 550 Millionen Baht Verkaufspreis, dazu mal minimum 7% Steuern + davon 3% Brokergebühr machen 602,55 Millionen Baht. Wer könnte sich also für die Insel interessieren? Vielleicht ja reiche Investoren aus den arabischen Ländern. Die sieht man in Pattaya ohnehin schon genug beim Alkohol Trinken und Amüsieren mit Thaifrauen (Was Allah nicht sieht…). Oder aber ein russischer Oligarch, in den letzten Jahren kommen immer mehr Russen nach Pattaya, da könnte eine rein russisch geführte Insel Koh Larn eine gute Investitionsmöglichkeit sein. Das erinnert mich fast an den ehemaligen sowjetischen Botschafter für Kambodscha, der nicht weit vor der Stadt Sihanoukville seine eigene kleine Insel mit Topresort hat.
Eine andere Möglichkeit wäre vielleicht auch anstelle der Milliarden Euro die Europa gerade in Griechenland in den Sand setzt, das Geld für Inseln wie Koh Larn auszugeben und die Griechen in eine “neue Heimat” zu schicken. Nur so ein Gedanke (vielleicht liest das ja ein “Bild“-Zeitungs Redakteur
)
Man wird vielleicht mal sehen wer die Insel kauft und was damit dann passiert oder ob sie überhaupt verkauft wird.
In letzter Zeit muss ich gestehen war ich dem Helmut von der Tiroler Speckalm wirklich untreu. Soll heißen ich gehe garnicht mehr zu ihm. Der Grund ist einfach – die starke Preiserhöhung mag ich mir nicht leisten. 4 Wochen Urlauber haben vielleicht Geld zum Raushauen, ich und viele andere Residenten jedoch nicht.
Jedenfalls bietet Pattaya mehr als genug Auswahl an Restaurants. Wenn es einem irgendwo nicht gefällt, findet man reichlich Alternativen. Eine Alternative befindet sich nicht weit von mir, der Bäcker Peter (Naklua Soi12). Auch schon ein Urgestein in Naklua bietet er täglich 3 verschiedene Menüs für 99 Baht an. Montags gibt es sogar ein Buffet mit Schnitzel, Faschierten Laibchen (Frikadellen) und reichlich Salat – All You Can Eat – ebenfalls 99 Baht. Und Sonntags ist es immer ganz besonders lecker, Pfannengyros mit Tsatsiki. Aroi makmak!

Hier mal die Speisekarte der Tagesmenüs:

Wenn man in Europa schnelle DSL-Verbindungen von 8Mbit und mehr gewohnt ist, muss man Thailand in technischer Hinsicht einen großen Nachholbedarf zusprechen. Während es durchaus schon halbwegs schnelle und halbwegs zuverlässige DSL oder Kabel-Internetzugänge gibt, bleiben im mobilen Bereich GPRS und EDGE wohl noch eine gewisse Zeit lang Standard. Und diese Technologien sind wirklich sehr langsam. Aber zumindest, zum normalen Surfen und email schreiben reicht es. Wenn man Geduld mitbringt (oder sich damit abgefunden hat) kann man auch ein paar Megabyte irgendwo hochladen.
Die Meldung dass 3G mit 1Mbit+ in Pattaya verfügbar sein soll lässt also hoffen. Die staatliche Telefongesellschaft TOT bietet ab sofort 3G SIM-Karten für 199 Baht zum Verkauf. Der Preis, soweit was ich rauslesen konnte, ist aber nicht ohne, vor allem wenn tatsächlich pro MB abgerechnet werden sollte. Werde da mal bei der TOT nachfragen.
Auch andere Mobilfunkunternehmen sollten laut Website schon länger eine 3G Abdeckung in Pattaya bieten. So z.B. AIS (1-2-Call) und Hutch. Aber auch hier sind mir die Kosten noch zu hoch, vor allem bei Hutch. Also bleibe ich derweil noch bei meinem langsamen EDGE und bezahle dafür nur 374,5 Baht im Monat. Auch eine Art Geduldsamkeit zu lernen.
Vor Pattaya’s City Hall haben die Rothemden seit Wochen einen festen Stand. Meist sitzen dort aber nur ein paar wenige Leute herum. Vor einer Woche begannen auch die sogenannten “Multicolors”, diejenigen die nicht unbedingt Gelbhemden sind, aber die Roten auffordern die blutigen Proteste in Thailand zu beenden. Hier in Pattaya sind diese “Multicolors” ganz klar in der Überzahl. Gegenüber des Rathauses versammelten sich zirka 500-800 Menschen vor dem Tesco Lotus zur täglichen Kundgebung. Von den Roten erschienen heute vielleicht knapp 100 Demonstranten. Ich beschloß mich also mal unter die Demonstranten zu mischen und ein bisschen mit den Leuten zu quatschen.
Obwohl sich diese zwei Gruppen sehr Nahe kamen, blieb hier alles friedlich. Die Rothemden spielten nur laute Isaan-Musik, während bei den Multicolors Redner Ansprachen hielten. Interessant fand ich eine junge Rednerin, eine Studentin in Schuluniform. Sie erzählte unter anderem wie ihre ausländischen Freunde bei Facebook ihr laufend Fragen stellen ob es denn möglich sei nach Thailand zu reisen, was hier überhaupt los sei. Um 18:45 Uhr, nachdem noch ein Lied zum Abschluss gesungen und der gesamte Verkehr währendessen angehalten wurde, löste sich die gesamte Versammlung auf. Einzig zu den Rothemden musste die Polizei anrücken um die Demostration zu beenden. Dabei blieb aber auch alles friedlich.

Das Lager der Rothemden in Pattaya, sie nennen sich hier “Pattaya City Democracy Protection Club”

Teils haben mich die Rothemden überzeugt

Nicht unweit von den Rothemden standen die Gegendemonstranten (rechts im Bild)

Bei den Rothemden gab es keine Ansprachen, dafür dröhnte laute Musik und es wurde getanzt

Die Polizei war natürlich auch vertreten – auf beiden Seiten – insgesamt aber nur etwa 50 Beamte

Noch so ein Argument…



Hier ein Bild der Multicolors vor dem Lotus

Hier ein Bild der Multicolors vor dem Lotus
